Die IFA gehört zu den Terminen, bei denen Technikfans jedes Jahr automatisch nach Berlin schauen. 2026 ist die Antwort auf die Frage, ob sich der Besuch noch lohnt, aber weniger selbstverständlich als früher. Samsung verlässt den CityCube und präsentiert seine Neuheiten für Fachpublikum und Medien im Humboldt Carré in der Berliner Innenstadt. Gleichzeitig kommen neue Marken hinzu, Xiaomi feiert sein offizielles IFA-Debüt und der CityCube wird neu besetzt.
Die Messe wird dadurch nicht kleiner, sie fühlt sich nur anders an. Ob sich die IFA 2026 für euch lohnt, hängt stärker als früher davon ab, was ihr dort sehen und erleben möchtet. Wer wegen eines bestimmten Herstellers nach Berlin fährt, sollte vorher genau prüfen, wo dieser ausstellt und welche Eintrittskarte dafür benötigt wird.
Wer neue Fernseher, Computer, Haushaltsgeräte, Smart-Home-Technik, Robotik und Mobilitätslösungen ausprobieren möchte, bekommt weiterhin viel geboten. Wir schauen deshalb auf die Öffnungszeiten, die Ticketpreise und die Frage, welche Besuchergruppen am meisten von der IFA Berlin 2026 haben.
Wann und wo findet die IFA Berlin 2026 statt?
Die IFA 2026 läuft vom 4. bis 8. September auf dem Gelände der Messe Berlin in Charlottenburg. Für Privatbesucher beginnt die Messe am Freitag, dem 4. September, erst um 12 Uhr und endet um 18 Uhr. Von Samstag bis Dienstag sind die Hallen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Familien, Schulgruppen und Menschen mit Behinderung dürfen an allen fünf Messetagen bereits ab 10 Uhr hinein. Die genauen Zeiten nennt die IFA in ihrer offiziellen Information zu den Privatbesucher-Tickets.
Für Fachbesucher gelten andere Zeiten. Die Fachbesucher-Lounge öffnet täglich um 8 Uhr, die Ausstellungsflächen sind ab 9:30 Uhr zugänglich. Der Freitagvormittag bleibt bis 12 Uhr dem Fachpublikum vorbehalten. Wer beruflich zur IFA fährt, bekommt damit jeden Tag etwas Zeit, bevor der normale Publikumsverkehr beginnt. Mehr dazu steht auf der offiziellen Seite zum Fachbesucher-Ticket der IFA 2026.
Die Anreise klappt am einfachsten mit S-Bahn oder U-Bahn. Mit den Linien S41, S42, S45, S46, S47 oder S9 geht es bis Messe Nord/ICC oder Charlottenburg. Mit der U2 könnt ihr bis Kaiserdamm oder Theodor-Heuss-Platz fahren. Die Haltestellen liegen nur wenige Gehminuten von den Eingängen entfernt. Weitere Hinweise findet ihr auf der IFA-Seite zur Anreise und Unterkunft.
Wer aus einer anderen Stadt kommt, sollte Hotel und Zug nicht zu spät buchen. Anfang September ist Berlin durch Messegäste und andere Veranstaltungen schnell voll. Mit dem Auto würden wir nur anreisen, wenn es sich kaum vermeiden lässt. Rund um das Gelände kann es voll werden, während die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut ist.
IFA 2026 Tickets: Was kostet der Eintritt?
Für Erwachsene kostet das IFA-Ticket im Vorverkauf 21,50 Euro. An der Tageskasse werden 28 Euro fällig. Schüler und Studierende zahlen mit Nachweis 14 Euro im Vorverkauf und 16 Euro vor Ort. Dasselbe gilt für Menschen mit Behinderung. Eine eingetragene Begleitperson erhält freien Eintritt.
Kinder bis einschließlich 15 Jahre kommen kostenlos auf das Gelände. Das Familienticket kostet online 43 Euro und an der Tageskasse 56 Euro. Es gilt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder. Schulgruppen zahlen 45 Euro für zwei Lehrkräfte und bis zu 33 Schülerinnen und Schüler. Die vollständige Preisübersicht findet ihr bei der IFA unter Tickets für Privatbesucher.
Wer schon weiß, an welchem Tag er zur Messe möchte, sollte das Ticket vorher online kaufen. Der Preisunterschied zur Tageskasse ist bei Erwachsenen deutlich. Bei einer Familie steigt die Ersparnis auf 13 Euro.
Fachbesucher zahlen mehr. Das 1-Tages-Ticket kostet im Vorverkauf 65 Euro und vor Ort 78 Euro. Zwei Tage kosten 99 beziehungsweise 120 Euro. Das Full-Access-Ticket für alle fünf Messetage liegt bei 138 Euro im Vorverkauf und 155 Euro an der Tageskasse.
Der Platinum Pass kostet 990 Euro. Darin enthalten sind unter anderem der Zugang zu den Media Days, reservierte Plätze bei ausgewählten Keynotes, die VIP-Lounge im Marshall-Haus und der Eintritt zum Luciano-Konzert für den Passinhaber und eine Begleitperson. Die Leistungen und Preise stehen in der offiziellen Pressemitteilung zu den Fachbesucher-Tickets.
Ein wichtiger Unterschied bleibt IFA Global Markets. Dieser Bereich richtet sich an Handel, Beschaffung und Herstellerkontakte. Mit einem normalen Privatbesucher-Ticket kommt ihr dort nicht hinein. Fachbesucher erhalten dagegen Zugang zu IFA Global Markets, zur Retail Innovation Zone und zu weiteren Business-Angeboten. Die Unterschiede erklärt die IFA auf den Seiten für Privatbesucher und Fachbesucher.
Lohnt sich die IFA 2026 für Privatbesucher?
Für Privatbesucher lautet unsere Antwort: Ja, wenn ihr euch für mehrere Technikbereiche interessiert und nicht wegen einer einzigen Marke anreist.
Die IFA wirbt mit Produkten von mehr als 1.900 Marken. Neben Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten spielen Smart Home, Computing, Gaming, Mobilität, Robotik, Audio und Creator-Technik eine große Rolle. Welche Unternehmen bereits bestätigt sind, könnt ihr in der offiziellen Ausstellerliste der IFA 2026 prüfen.
Xiaomi tritt 2026 erstmals offiziell auf der IFA auf und zeigt sein vernetztes Ökosystem. Acer übernimmt Hall A des CityCube. Panasonic, Euronics, ElectronicPartner und verschiedene Mobility-Anbieter nutzen Flächen in Hall B. Die aktuelle Belegung lässt sich ebenfalls über die IFA-Ausstellerliste nachvollziehen.
Wer genauer wissen möchte, wie sich die Ausstellerlandschaft verändert, findet unsere Einordnung im Beitrag Samsung raus, Xiaomi rein: Wer prägt die IFA 2026 wirklich?.
Was im ehemaligen Samsung-Gebäude passiert, haben wir in Samsungs Bühne neu besetzt: Was jetzt im CityCube steht aufgeschlüsselt.
Der größte Haken betrifft Samsung. Der Konzern betreibt 2026 keinen klassischen Publikumsstand im CityCube. Samsung verlegt seine IFA-Präsenz mit Fokus auf Fachhandel, B2B-Gäste und Medien ins Humboldt Carré in der Berliner Innenstadt. Das Format ist offizieller Teil des IFA-Programms. Während der Messetage erfolgt der Zugang laut IFA mit einem Fachbesucherausweis. Privatbesucher sollten daher nicht davon ausgehen, die Präsentation mit einem normalen Tagesticket besuchen zu können. Die IFA hat die Zusammenarbeit mit Samsung am 13. Juli offiziell in einer Pressemitteilung bestätigt.
Die Vorgeschichte und die Folgen für die Messe haben wir in Samsung verlässt die IFA und reißt vielleicht alle mit eingeordnet.
Für einen normalen Messebesuch würden wir den Freitag nur wählen, wenn ihr gezielt wenige Hallen besuchen möchtet. Privatbesucher haben an diesem Tag nur von 12 bis 18 Uhr Zugang. Sechs Stunden sind auf dem großen Gelände schnell vorbei.
Samstag und Sonntag bieten die vollen acht Stunden, dürften aber stärker besucht sein. Wer zeitlich frei ist, sollte Montag oder Dienstag prüfen. Eine Garantie für leere Gänge gibt es nicht, doch der Besuch kann unter der Woche angenehmer sein.
Ist die IFA 2026 für Familien interessant?
Für Familien kann sich die IFA 2026 gut rechnen. Kinder bis einschließlich 15 Jahre zahlen keinen Eintritt. Das Familienticket bleibt im Vorverkauf mit 43 Euro deutlich unter dem Preis von zwei Erwachsenentickets an der Tageskasse. Die aktuellen Konditionen findet ihr in der Ticketübersicht der IFA.
Fernseher, Gaming-Hardware, Roboter, smarte Haushaltsgeräte und Mobilitätslösungen lassen sich vor Ort besser einschätzen als auf einer Produktseite. Gerade für ältere Kinder kann die Mischung aus Technik zum Anfassen und Live-Vorführungen interessant sein.
Dazu kommt der Sommergarten. Für 2026 sind Konzerte von BUNT. und Luciano angekündigt. Separate Sommergarten-Tickets schließen den IFA-Eintritt am selben Tag ein. Auch diese Regelung nennt die IFA in ihrer Pressemitteilung zum Ticketverkauf.
Unser Rat: Legt vorab drei oder vier Hallen fest, plant Pausen ein und versucht nicht, an einem Tag alles zu sehen. Das funktioniert schon für Erwachsene kaum und endet mit Kindern schnell in Stress.
Für Fachbesucher und Handel ist der Nutzen klarer
Für Händler, Einkäufer, Distributoren und Branchenpartner ist die IFA 2026 leichter zu empfehlen. Der frühe Einlass schafft Zeit für Gespräche, bevor die Hallen voller werden. Über die IFA-App lassen sich Aussteller suchen, persönliche Tagespläne erstellen und Meetings vereinbaren.
Bei der IFA 2025 wurden über die App mehr als 14.500 Termine gebucht. Diese Zahl und die verfügbaren Funktionen nennt die IFA auf der Seite zum Fachbesucher-Ticket.
Die Retail Innovation Zone richtet sich direkt an Fachbesucher. Dort treffen Händler, Marken und Dienstleister aufeinander. Euronics, Expert und ElectronicPartner gehören zu den angekündigten Handelsunternehmen. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Seite zur Retail Innovation Zone.
Auch die Samsung-Lösung ist für Fachbesucher weniger problematisch als für Privatbesucher. Mit einem gültigen IFA-Fachbesucherausweis ist der Zugang zum Samsung-Format im Humboldt Carré während der Messetage vorgesehen. Der zusätzliche Weg in die Innenstadt kostet Zeit, kann sich für konkrete Produktgespräche aber lohnen.
Für Content Creator lohnt sich Vorbereitung
Creator bekommen auf der IFA erneut einen eigenen Bereich. Der Creator Hub im Palais am Funkturm bietet Streaming-Studios, Podcast-Flächen, Arbeitsbereiche, Masterclasses und Möglichkeiten für Gespräche mit Marken. Samsung ist 2026 Hauptsponsor und will dort mit einem eigenen Programm vertreten sein. Die Details stehen in der gemeinsamen Ankündigung von IFA und Samsung.
Mit Akkreditierung ist die IFA für Creator klar interessanter. Viele Termine, Präsentationen und Vorschauen laufen vorab oder in Bereichen, die mit einem normalen Besucherticket nicht automatisch zugänglich sind.
Ohne Akkreditierung lohnt sich der Besuch eher dann, wenn ihr konkrete Marken und Produkte auf eurer Liste habt. Einfach mit der Kamera über die Messe zu laufen, kann funktionieren. Mit vereinbarten Terminen und einem klaren Themenplan holt ihr aber deutlich mehr aus dem Tag heraus.
Was wir im September vor Ort prüfen
PixelFlow fährt zur IFA 2026. Wir wollen wissen, ob der neu besetzte CityCube weiterhin zu den stärksten Bereichen der Messe gehört, wie groß Xiaomis erster offizieller IFA-Auftritt ausfällt und ob Samsung trotz des Standorts in der Innenstadt noch als Teil der Messe wahrgenommen wird.
Vorab helfen euch unsere drei Beiträge bei der Einordnung:
Samsung verlässt die IFA und reißt vielleicht alle mit
Samsung raus, Xiaomi rein: Wer prägt die IFA 2026 wirklich?
Samsungs Bühne neu besetzt: Was jetzt im CityCube steht
Im September liefern wir die Antworten direkt vom Messegelände.
Unser Urteil: Für wen lohnt sich die IFA 2026?
Für Technikfans lohnt sich die IFA 2026, wenn ihr einen breiten Blick auf neue Geräte und Marken mögt. Ihr könnt Produkte anfassen, Bildschirme vergleichen, Haushaltsgeräte ausprobieren und direkt mit Herstellern sprechen. Wer nur Samsung sehen möchte, wird mit einem normalen Privatbesucher-Ticket dagegen voraussichtlich enttäuscht.
Für Familien ist die Messe durch den freien Eintritt für Kinder und das Familienticket attraktiv. Der Tag braucht aber einen Plan, weil das Gelände groß ist und die Menge an Eindrücken schnell anstrengend wird.
Für Fachhandel und Einkäufer ist die Empfehlung klar. Frühzugang, IFA Global Markets, Retail Innovation Zone, Terminplanung und Branchenformate liefern genug Gründe für den Besuch.
Für Creator gilt dasselbe, sofern eine Akkreditierung vorliegt und Termine vorbereitet sind. Ohne Akkreditierung lohnt sich die Messe vor allem für konkrete Produktberichte und Gespräche an frei zugänglichen Ständen.
Die IFA 2026 lohnt sich also noch. Sie ist nur keine Messe mehr, bei der ein einzelner großer Aussteller den ganzen Besuch trägt. Wer offen für neue Marken und mehrere Themen ist, bekommt in Berlin weiterhin einen starken Techniktag. Wer für genau einen Hersteller fährt, sollte vor dem Ticketkauf prüfen, wo dieser wirklich ausstellt und welche Zugangsvoraussetzungen gelten.