Philips Skylight soll Tageslicht ins Wohnzimmer bringen – sogar ohne Fenster

Natürliches Tageslicht hat einen größeren Einfluss auf unser Wohlbefinden, als vielen bewusst ist. Wer den ganzen Tag in dunklen Räumen arbeitet oder wenig Zeit im Freien verbringt, merkt oft schnell, dass Energie, Konzentration und Stimmung darunter leiden können.

Genau hier setzt Philips mit der neuen Skylight-Serie an. Die Deckenleuchten sollen den Eindruck eines echten Oberlichtfensters erzeugen und den Verlauf des natürlichen Tageslichts möglichst realistisch nachbilden. Selbst Räume ohne Fenster sollen dadurch heller und angenehmer wirken.

Klingt zunächst nach einem typischen Smart-Home-Versprechen. Die Technik dahinter ist allerdings durchaus interessant.

Warum Tageslicht für viele Menschen zum Luxus geworden ist

Laut einer von Signify beauftragten Studie haben 58 Prozent der Befragten das Gefühl, zu viel Zeit in Innenräumen zu verbringen.

Das überrascht kaum. Homeoffice, Streaming, Gaming und digitale Arbeitsplätze sorgen dafür, dass viele Menschen heute einen großen Teil ihres Tages zwischen vier Wänden verbringen.

Gleichzeitig geben neun von zehn Teilnehmern an, sich vitaler zu fühlen, wenn sie ausreichend Tageslicht bekommen.

Die Idee hinter Philips Skylight ist deshalb einfach: Wenn Menschen weniger echtes Sonnenlicht erhalten, soll künstliche Beleuchtung zumindest einen Teil dieser Wirkung nachbilden.

Wie ein Dachfenster an der Zimmerdecke

Optisch erinnert Philips Skylight tatsächlich eher an ein modernes Dachfenster als an eine klassische Deckenlampe.

Die Leuchte basiert auf der sogenannten NatureConnect-Technologie. Diese kommt bereits in Büros, Empfangsbereichen und medizinischen Einrichtungen zum Einsatz.

Dabei geht es nicht nur um Helligkeit. Die Leuchte verändert im Tagesverlauf automatisch ihre Lichtfarbe und passt sich an natürliche Lichtstimmungen an.

Morgens und tagsüber erzeugt das System helleres Licht mit höherem Blauanteil. Am Abend wird die Beleuchtung wärmer und gemütlicher.

Dadurch soll eine Lichtumgebung entstehen, die sich stärker am natürlichen Tagesrhythmus orientiert als klassische LED-Beleuchtung.

Mehr als nur hell oder dunkel

Im Alltag bietet Philips Skylight verschiedene voreingestellte Lichtszenen.

Je nach Situation lässt sich die Beleuchtung beispielsweise für konzentriertes Arbeiten, entspanntes Lesen oder gemütliche Abendstunden anpassen.

Interessant ist dabei vor allem die automatische Steuerung.

Nutzer müssen die Farbtemperatur nicht ständig selbst anpassen. Die Leuchte übernimmt diese Aufgabe automatisch anhand eines festgelegten Tagesverlaufs.

Gerade im Homeoffice könnte das für Menschen interessant sein, die viele Stunden unter künstlichem Licht verbringen.

VitaUp geht noch einen Schritt weiter

Besonders spannend sind die neuen VitaUp-Modelle innerhalb der Skylight-Serie.

Hier integriert Philips zusätzlich ein UV-B-Modul, das die natürliche Vitamin-D-Produktion des Körpers unterstützen soll.

Das ist ein Bereich, den man bisher eher aus medizinischen Lichtlösungen oder speziellen Therapiegeräten kennt.

Philips stattet die Funktion deshalb mit mehreren Sicherheitsmechanismen aus. Unter anderem deaktiviert sich das UV-B-System nach acht Stunden automatisch.

Gesteuert wird die Funktion bequem über die mitgelieferte Fernbedienung.

Für welche Räume eignet sich Philips Skylight?

Die Einsatzmöglichkeiten gehen deutlich über das Wohnzimmer hinaus.

Da alle Modelle nach IP44 geschützt sind, können sie auch in Badezimmern oder anderen feuchteren Umgebungen eingesetzt werden.

Besonders interessant dürfte Skylight für Räume sein, die wenig oder gar kein Tageslicht erhalten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Homeoffice-Räume
  • Kellerbüros
  • Flure ohne Fenster
  • Ankleidezimmer
  • Badezimmer
  • Hobbyräume

Gerade dort könnte die künstliche Tageslichtsimulation ihre Stärken ausspielen.

Der Preis zeigt die Zielgruppe

Philips Skylight richtet sich klar nicht an Käufer, die einfach nur eine neue Deckenlampe suchen.

Mit Preisen ab 499,99 Euro bewegt sich die Serie deutlich oberhalb klassischer LED-Leuchten.

Dafür erhält man allerdings deutlich mehr als eine reine Lichtquelle. Philips positioniert Skylight als Kombination aus Beleuchtung, Wohlfühltechnik und Wohnraumgestaltung.

Ob der Mehrwert den Aufpreis rechtfertigt, dürfte stark davon abhängen, wie viel Zeit man tatsächlich in Innenräumen verbringt und welchen Stellenwert Lichtqualität im Alltag hat.

PixelFlow-Einordnung

Philips Skylight gehört zu den Produkten, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken. Wer sich jedoch mit den Themen Tageslicht, Homeoffice und Wohlbefinden beschäftigt, erkennt schnell, warum solche Lösungen zunehmend gefragt sind.

Die automatische Anpassung an den Tagesverlauf klingt sinnvoll und die VitaUp-Modelle mit UV-B-Unterstützung gehen sogar einen Schritt weiter als viele bisherige Smart-Lighting-Lösungen.

Mit Preisen ab rund 500 Euro wird Philips Skylight sicher kein Massenprodukt. Für Menschen, die viel Zeit in schlecht beleuchteten Räumen verbringen, könnte die neue Leuchtenserie jedoch eine interessante Alternative zu klassischer Deckenbeleuchtung sein.

LarsStephan
Ich bin Technik-Enthusiast, Digital-Nerd und kreativer Kopf hinter PixelFlow.eu – einem Online-Magazin, das Technik nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Mit einem Gespür für Trends, einem Faible für smarte Lösungen wie Balkonkraftwerke und einem offenen Blick für alles, was sich durch Strom, Daten und Innovation antreiben lässt, schreibe ich unterhaltsam und journalistisch über das, was die Tech-Welt bewegt. Ob Produkttest, Event oder Branchen-Insight – mein Ziel ist es, Technik verständlich, relevant und mit einem Augenzwinkern rüberzubringen. Für Early Adopters genauso wie für Alltagsnutzer.

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