Hisense auf der IFA 2026: KI-Haushalt, RGB MiniLED und Speed Oven im großen Überblick

Hisense nutzt die IFA 2026 nicht für eine einzelne Produktneuheit, sondern zeigt, wie Fernseher, Haushaltsgeräte, Klimatisierung und Energiemanagement künftig stärker zusammenspielen sollen. Im Mittelpunkt steht dabei künstliche Intelligenz. Sie soll Geräte nicht mehr nur per App steuerbar machen, sondern Situationen erkennen, Zusammenhänge verstehen und anschließend selbst passende Aktionen auslösen.

Dafür verbindet Hisense seine bisherigen Plattformen VIDAA und ConnectLife mit dem neuen V AIOS. Parallel zeigt der Hersteller neue Fernseher mit RGB-MiniLED-Technik, vernetzte Küchengeräte, eine KI-Wäschepflege, neue Klimatisierungsfunktionen und einen ungewöhnlichen Speed Oven, der Mikrowelle, Heißluft und Oberhitze kombiniert. Hisense kündigt auf der Messe zugleich an, seine Partnerschaft mit der UEFA bis zur EURO 2028 fortzuführen.

V AIOS soll aus einzelnen Geräten ein gemeinsames System machen

Der zentrale Baustein des neuen Smart-Home-Konzepts heißt V AIOS. Hisense beschreibt die Plattform als nächste Entwicklungsstufe von VIDAA OS. Sie baut auf vier Funktionen auf: Sense, Think, Communicate und Execute.

Das System soll Personen, Geräte und seine Umgebung erkennen, daraus einen Kontext ableiten, mit Nutzern kommunizieren und anschließend Geräte oder Dienste koordinieren. Der Ansatz geht damit deutlich weiter als klassische Smart-Home-Automationen nach dem Prinzip „Wenn A passiert, führe B aus“.

Hisense beschreibt beispielsweise ein System, das einzelne Haushaltsmitglieder erkennt, Gewohnheiten berücksichtigt und Geräte abhängig von der jeweiligen Situation steuert. Das kann von einer passenden Umgebung für einen Fernsehabend bis zur Unterstützung älterer Familienmitglieder reichen. Der Hersteller nennt in diesem Zusammenhang auch lokale Datenverarbeitung über Edge AI sowie Datenschutz und Transparenz als Schwerpunkte.

Das klingt deutlich ambitionierter als die Smart-Home-Funktionen, die viele Nutzer bisher kennen. Wie viel Verarbeitung tatsächlich lokal geschieht und welche Informationen weiterhin über Cloud-Dienste laufen, geht aus den Unterlagen jedoch nicht im Detail hervor.

ConnectLife bleibt die Verbindung zwischen den Geräten

V AIOS ersetzt ConnectLife nicht einfach. Die bestehende Plattform bleibt ein zentraler Teil des Systems.

ConnectLife verbindet Fernseher, Smartphones und Haushaltsgeräte und soll künftig stärker mit Sprache, visueller Erkennung und natürlicher Kommunikation arbeiten. Hisense nennt dabei unter anderem die Bereiche Kochen, Wäschepflege, Raumluft, Energieverwaltung und Kundendienst. Auch externe Dienste und Energieanbieter sollen sich anbinden lassen.

Damit verfolgt Hisense einen Ansatz, den man bei immer mehr Herstellern beobachten kann: Die eigentliche Intelligenz soll nicht mehr in einem einzelnen Gerät stecken. Stattdessen tauschen mehrere Geräte Informationen aus und reagieren gemeinsam auf eine Situation.

Genau daran wird sich am Ende zeigen, ob das Konzept im Alltag wirklich nützlich ist. Eine intelligente Waschmaschine allein ist leicht zu erklären. Ein System, das Kühlschrank, Backofen, Klimaanlage, Stromtarif und Nutzerverhalten miteinander kombiniert, ist technisch deutlich anspruchsvoller.

Die Küche beginnt beim Kühlschrank

Wie Hisense diese Vernetzung umsetzen möchte, zeigt die sogenannte AI Companion Suite.

In der Küche beginnt der Ablauf beim Kühlschrank. Er soll erkennen, welche Zutaten vorhanden sind, und daraus passende Gerichte vorschlagen. Dabei sollen persönliche Vorlieben berücksichtigt werden.

Entscheidet sich der Nutzer für ein Rezept, kann der Kühlschrank die Informationen an den passenden Backofen weitergeben. Ein vernetzter Weinschrank schlägt dazu eine passende Kombination vor und hält die Getränke unter geeigneten Bedingungen bereit. Nach dem Essen soll der Geschirrspüler den Zustand des Geschirrs erkennen und sein Programm entsprechend anpassen.

Der eigentliche Gedanke dahinter ist interessanter als die einzelnen Geräte. Hisense möchte den Ablauf vom Blick in den Kühlschrank bis zum Abwasch miteinander verbinden.

Alexa+ soll ebenfalls Zugriff auf Hisense-Geräte bekommen

Hisense setzt dabei nicht ausschließlich auf die eigene Plattform. Der Hersteller arbeitet auch mit Amazon zusammen.

Über das neue Smart Home AI Toolkit von Amazon sollen ausgewählte Hisense-Klimaanlagen mit Alexa+ gesteuert werden können. Nutzer sollen dabei keine konkreten Einstellungen mehr nennen müssen. Stattdessen beschreibt man, was man erreichen möchte, und Alexa+ soll die passenden Einstellungen selbst wählen.

Das könnte die Bedienung tatsächlich vereinfachen. Statt „Stelle die Klimaanlage auf 23 Grad und Lüfterstufe zwei“ könnte künftig eine Aussage wie „Hier ist es zu warm“ reichen.

Ob solche Systeme zuverlässig genug sind, um auf Dauer klassische Bedienelemente zu ersetzen, muss sich erst noch zeigen.

Wäschepflege wird ein Schwerpunkt der Hisense-KI

Ein großer Teil des IFA-Auftritts beschäftigt sich mit Waschmaschinen und Trocknern.

Mit der AI Laundry Station zeigt Hisense einen Waschturm, der eine separate Waschmaschine und einen Trockner in einem gemeinsamen System kombiniert. Über ein zentrales Smart Control Center stehen mehr als 40 Wasch- und Trockenprogramme zur Verfügung.

Hisense spricht bei der Station von einer sogenannten AAAAA Efficiency über mehrere Wasch- und Trocknungsbereiche hinweg. Dazu kommt ein automatisches Selbstreinigungssystem, das Flusen und Staub aus internen Bereichen entfernen soll. Sensorik und eine optimierte Luftführung sollen die Leistung über längere Zeit erhalten.

Was genau die AAAAA-Einstufung im Vergleich zu den in Europa bekannten Energieeffizienzklassen bedeutet, wird in den vorliegenden Unterlagen allerdings nicht näher erklärt. Hier sollte man die Herstellerbezeichnung deshalb nicht mit einem offiziellen EU-Energielabel gleichsetzen.

AI Super Wash passt den Waschgang automatisch an

Unter dem Namen AI Laundry Companion fasst Hisense mehrere Funktionen zusammen.

AI Super Wash analysiert laut Hersteller unter anderem:

  • Wäschemenge
  • Wasserbedingungen
  • Waschmittelmenge
  • gewählte beziehungsweise erkannte Textilien

Darauf basierend werden Waschparameter automatisch angepasst. Ziel ist ein geringerer Wasser- und Energieverbrauch bei passender Behandlung der Kleidung.

Beim Trocknen übernimmt AI Super Dry eine ähnliche Aufgabe. Sensoren messen unter anderem Feuchtigkeit und den Zustand der Textilien. Das System passt daraufhin den Trockenvorgang an und soll dadurch vermeiden, dass Kleidung länger als nötig hoher Temperatur ausgesetzt wird.

Solche Funktionen sind für den Alltag greifbarer als viele abstrakte KI-Versprechen. Wenn eine Maschine Beladung, Restfeuchte und Textilart korrekt erkennt, kann sie Wasch- und Trockenprogramme tatsächlich besser anpassen.

Waschen und Trocknen in 49 Minuten

Hisense zeigt auf der IFA auch neue Waschtrockner mit Wärmepumpe.

Ein Programm namens Wash & Dry 49′ soll kleinere Wäschemengen innerhalb von 49 Minuten vollständig waschen und trocknen. Dazu kommt eine Funktion namens 40°C Gentle Dry, bei der die Trocknungstemperatur reduziert wird, um empfindlichere Textilien stärker zu schonen.

Das Portfolio umfasst ferner integrierbare Geräte, große Modelle der U7-Serie, das modulare X-zone-Master-Konzept und Mini-Drum-Lösungen für kleinere oder empfindliche Wäschemengen.

Hisense Speed Oven: Mikrowelle, Heißluft und Oberhitze in einem Gerät

Eine der ungewöhnlicheren Neuheiten steht in der Küche.

Der Hisense Speed Oven ist ein 28-Liter-Tischgerät, das Mikrowellenenergie, 3D-Heißluft und eine leistungsstarke Oberhitze kombiniert. Alle drei Wärmequellen können direkt beim Start aktiviert werden. Vorheizen soll dadurch entfallen.

Hisense nennt eine Gesamtleistung von bis zu 3.300 Watt und wirbt mit bis zu 60 Prozent kürzeren Zubereitungszeiten gegenüber einem klassischen Backofen.

Die Beispiele des Herstellers zeigen, worauf das Gerät abzielt:

GerichtHisense Speed OvenVergleichswert
Chicken Wings5:30 Minuten18 Minuten
Tiefkühlpizza5:30 Minuten12 Minuten
Muffins4:40 Minuten18 Minuten
Cookies6 Minuten10 Minuten
Ganzes Hähnchen, 1 kg21 Minuten45 Minuten

Diese Werte stammen von Hisense und sollten nicht als unabhängige Testergebnisse verstanden werden.

Sieben Gerätefunktionen in einem Gehäuse

Hisense ordnet dem Speed Oven sieben Zubereitungsarten zu:

  • Mikrowelle
  • Air Fryer
  • Grill
  • Pizzaofen
  • kleiner Backofen
  • Dörrgerät
  • Slow Cooker

Gerade in kleineren Küchen könnte dieses Konzept sinnvoll sein. Wer Mikrowelle, Air Fryer und Minibackofen separat aufstellt, belegt schnell große Teile der Arbeitsfläche.

Der Speed Oven versucht diese Geräte in einem Gehäuse zusammenzufassen.

SpeedHeat Smart Tray soll Pizza von unten knusprig machen

Ein Problem vieler Mikrowellen-Kombigeräte ist die Unterseite von Pizza, Quiche oder Gebäck.

Hisense setzt dafür auf ein sogenanntes SpeedHeat Smart Tray. Das Blech wandelt Mikrowellenenergie in Wärme an seiner Unterseite um. Dadurch soll der Boden schneller gebräunt und knuspriger werden.

Das System unterstützt auch verschiedene Temperaturzonen. Zwei Speisen können dadurch innerhalb eines Garvorgangs mit unterschiedlichen Temperaturen zubereitet werden.

Für eine gleichmäßigere Verteilung der Wärme arbeitet das Gerät mit Dual Engine 3D Hot Air. Die Innenflächen sind wabenförmig ausgeführt und sollen Energie stärker auf die Lebensmittel lenken.

28 Liter ohne Drehteller

Der Garraum verzichtet auf den klassischen Drehteller einer Mikrowelle.

Dadurch sollen bis zu 50 Prozent mehr nutzbarer Innenraum zur Verfügung stehen. Laut Hisense passen ein ganzes Hähnchen oder eine Pizza mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern hinein.

Bedient wird der Speed Oven über ein 3,5 Zoll großes TFT-Farbdisplay. Mehr als 40 voreingestellte Programme stehen bereit.

Einen Preis oder konkreten Marktstart nennt Hisense in den vorliegenden Unterlagen noch nicht.

RGB MiniLED bekommt bei Hisense eine vierte Farbe

Bei Fernsehern richtet sich viel Aufmerksamkeit auf den Hisense 116UXS.

Das 116-Zoll-Modell feiert auf der IFA seine Europapremiere und arbeitet mit einer weiterentwickelten RGB-MiniLED-Hintergrundbeleuchtung.

Während RGB bereits für Rot, Grün und Blau steht, ergänzt Hisense beim 116UXS eine zusätzliche cyanfarbene Lichtquelle. Das System trägt die Bezeichnung Chromagic 2.0. Laut Hersteller erreicht der Fernseher damit 110 Prozent des BT.2020-Farbraums.

Hisense nennt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 10.000 Nits. Zur Bildverarbeitung kommt die Hi-View AI Engine RGB zum Einsatz. Hinzu kommt ein sogenanntes Obsidian Panel.

Gerade die 10.000-Nits-Angabe ist ein Wert, den wir in einem unabhängigen Test genauer betrachten müssten. Spitzenhelligkeit kann je nach Messfenster, Dauer und Bildmodus sehr unterschiedlich ausfallen.

Mehr Augenmerk auf Augenkomfort

Hisense kombiniert die hohe Helligkeit mit einer hardwarebasierten Reduzierung von blauem Licht.

Der 116UXS besitzt eine Zertifizierung von TÜV Rheinland für eine Hardware-Lösung zur Reduzierung von blauem Licht. Auch die Modelle UR9S und UR8S der 2026er RGB-MiniLED-Reihe haben eine Eye-Comfort-Zertifizierung erhalten.

Damit versucht Hisense, zwei eigentlich gegensätzliche Anforderungen zusammenzubringen: sehr hohe Helligkeit und eine angenehmere Darstellung bei längerer Nutzung.

Laser Cinema bleibt ein wichtiger Teil des Heimkinos

Bei Projektionstechnik zeigt Hisense ebenfalls mehrere Geräte.

Der Laser Projector XR10, der PX4 Pro und der Laser TV L9Q Pro erhielten laut Hersteller Zertifizierungen von TÜV Rheinland für Eye Comfort. Zur IFA zeigt Hisense auch die C3-Serie und weitere Projektionsgeräte.

Der PX4 Pro ist dabei bereits aus einer früheren Hisense-Ankündigung bekannt. Die IFA ordnet das Modell jetzt stärker in das gesamte Heimkino-Portfolio ein.

UX1 Soundbar mit 11.2.6 Kanälen

Auch beim Ton gibt es neue Hardware.

Die Hisense UX1 arbeitet mit einer 11.2.6-Kanal-Konfiguration und unterstützt Dolby Atmos sowie DTS. Über Hi-Concerto kann die Soundbar mit ausgewählten Hisense-Fernsehern zusammenspielen.

Die UX1 erhielt auf der IFA einen Winner Award. Der 116UXS, der UR8 TV, die REGZA RGB Mini LED ZX-Serie und der Laser Projector XR10 wurden als Honorees geführt.

Mit den HiClips zeigt Hisense zugleich Open-Ear-Kopfhörer. Jeder Ohrhörer wiegt laut Hersteller 5,5 Gramm.

Klimaanlage und Energiesystem reagieren auf Anwesenheit und Strompreise

Das AI-Companion-Konzept endet nicht in Küche und Waschküche.

Eine vernetzte Klimaanlage erkennt laut Hisense Raumzustand und Anwesenheit von Personen. Die Luftströmung kann daraufhin angepasst werden, wenn sich Menschen durch den Raum bewegen.

Das AI Companion Energy System soll Wetterinformationen und zeitabhängige Stromtarife berücksichtigen. Daraus berechnet das System, wann Energie im Haushalt möglichst günstig beziehungsweise effizient genutzt werden kann.

Gerade dieser Bereich könnte in Europa langfristig relevant werden. Variable Stromtarife, Solaranlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektroautos erzeugen immer mehr Situationen, in denen automatisches Energiemanagement sinnvoll sein kann.

Die Pressemeldungen nennen allerdings noch keine detaillierte Liste unterstützter Stromtarife, Energieanbieter oder konkreter Märkte.

Hisense bleibt Partner der UEFA EURO 2028

Zwischen all den Technikneuheiten steckt auch eine größere Marketing-Ankündigung.

Hisense verlängert die Zusammenarbeit mit der UEFA und wird offizieller Partner der UEFA EURO 2028. Damit unterstützt das Unternehmen nach 2016, 2020 und 2024 zum vierten Mal in Folge eine Fußball-Europameisterschaft.

Die Kooperation geht inzwischen über klassische Werbung hinaus. Bei der EURO 2024 trat Hisense laut eigenen Angaben als Anbieter der VAR-Bildschirme auf.

Auf der IFA zeigt das Unternehmen passend dazu einen eigenen EURO-2028-Bereich mit Fußball-Challenge und automatisch erzeugten Fotos.

Für Hisense ist Fußball klar Teil der europäischen Markenstrategie. Das zeigt auch die wirtschaftliche Entwicklung, die das Unternehmen in seinen IFA-Unterlagen nennt.

Hisense gibt für 2025 einen weltweiten Umsatz von 31,4 Milliarden US-Dollar an. Die Erlöse außerhalb des Heimatmarktes sollen bei 15,5 Milliarden Dollar gelegen haben. Für Hisense Europe nennt das Unternehmen für dieses Jahr das Ziel, mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz und zehn Prozent Marktanteil zu erreichen.

Was an Hisenses IFA-Auftritt wirklich interessant ist

Die reine Zahl der Produkte ist weniger spannend als die Richtung dahinter.

Hisense versucht, drei Bereiche zusammenzubringen, die bisher häufig getrennt behandelt werden: Unterhaltungselektronik, klassische Haushaltsgeräte und Smart Home.

Bei Fernsehern geht es um RGB MiniLED, höhere Helligkeit und Bildverarbeitung. In der Küche sollen mehrere Geräte gemeinsam Rezepte planen und zubereiten. Waschmaschine und Trockner sollen anhand von Sensorwerten selbst passende Programme auswählen. Klimaanlagen und Energiesysteme reagieren auf Nutzer, Wetter und Strompreise.

Das gemeinsame Element ist KI.

Dabei sollte man allerdings zwischen bereits klar beschriebenen Gerätefunktionen und einer langfristigen Systemidee unterscheiden.

Beim Speed Oven sind die Funktionen beispielsweise sehr konkret. Wir wissen, wie groß der Garraum ist, welche Heiztechniken eingesetzt werden und welche Leistungsdaten Hisense nennt.

Ähnlich sieht es bei der AI Laundry Station aus. Programme, Sensorik und Wärmepumpentechnik lassen sich zumindest technisch einordnen.

Bei V AIOS und dem übergreifenden AI Companion wird es abstrakter. Hier beschreibt Hisense ein Zuhause, das Situationen versteht, Geräte koordiniert und eigenständig handelt. Wie zuverlässig das über verschiedene Gerätegenerationen hinweg funktioniert, welche Funktionen lokal laufen und wie lange ältere Modelle unterstützt werden, bleibt offen.

PixelFlow-Einordnung

Hisense zeigt auf der IFA 2026 ziemlich klar, dass der Hersteller künftig weit mehr sein will als eine TV-Marke. Fernseher, Laser Cinema, Küche, Wäschepflege, Klimatisierung und Energieverwaltung sollen zu einem gemeinsamen System zusammenwachsen.

Am greifbarsten finde ich dabei zwei sehr unterschiedliche Produkte.

Der Speed Oven löst ein konkretes Problem. Er kombiniert mehrere Küchengeräte, benötigt kein Vorheizen und verspricht deutlich kürzere Garzeiten. Ob Pizza und Hähnchen wirklich so gut werden wie in einem normalen Backofen, wäre ein interessanter Test.

Beim 116UXS wird es technisch spektakulärer. Vierfarbige RGB-MiniLED-Beleuchtung, 110 Prozent BT.2020 und bis zu 10.000 Nits zeigen, wie aggressiv Hisense seine Displaytechnik weiterentwickelt.

Die größere Geschichte hinter dem Messestand ist aber V AIOS. Hisense möchte aus vernetzten Geräten ein System machen, das Aufgaben zunehmend selbst koordiniert.

Genau hier wird der Praxistest wichtiger als jede Messedemonstration. Ein Kühlschrank, der ein Rezept vorschlägt, ist nett. Interessant wird es erst, wenn Kühlschrank, Ofen, Geschirrspüler, Klimaanlage und Energiesystem zuverlässig zusammenarbeiten, ohne dass der Nutzer ständig korrigieren muss.

Hisense zeigt auf der IFA 2026 deshalb weniger ein einzelnes Produkt, das alles verändert. Der Hersteller zeigt vielmehr, wie er sich den Haushalt der nächsten Jahre vorstellt. Und der besteht offenbar aus Geräten, die immer weniger auf einzelne Befehle warten sollen.

LarsStephan
LarsStephan
Ich bin Technik-Enthusiast, Digital-Nerd und kreativer Kopf hinter PixelFlow.eu – einem Online-Magazin, das Technik nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Mit einem Gespür für Trends, einem Faible für smarte Lösungen wie Balkonkraftwerke und einem offenen Blick für alles, was sich durch Strom, Daten und Innovation antreiben lässt, schreibe ich unterhaltsam und journalistisch über das, was die Tech-Welt bewegt. Ob Produkttest, Event oder Branchen-Insight – mein Ziel ist es, Technik verständlich, relevant und mit einem Augenzwinkern rüberzubringen. Für Early Adopters genauso wie für Alltagsnutzer.

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