Eine Powerstation mit 2 kWh Kapazität ist kein Ersatz für einen kompletten Hausspeicher. Bei einem Stromausfall kann sie Kühlschrank, Router, Computer oder Beleuchtung aber für viele Stunden versorgen. Mit der neuen SOLIX S2000 setzt Anker deshalb weniger auf extreme Ausgangsleistung und stärker auf einen niedrigen Eigenverbrauch und eine möglichst lange Laufzeit.
2 kWh Kapazität und 1.500 Watt Ausgangsleistung
Die Anker SOLIX S2000 speichert 2 kWh Energie und liefert dauerhaft bis zu 1.500 Watt über ihren Wechselrichter. Kurzzeitig sind laut Hersteller bis zu 3.000 Watt möglich.
Damit deckt die Powerstation viele typische Geräte ab, die bei einem Stromausfall weiterlaufen sollen. Anker nennt beispielsweise Kühlschrank, Fernseher, Router, Computer und Beleuchtung.
Für Heizlüfter, größere Klimaanlagen oder andere Geräte mit dauerhaft hoher Leistungsaufnahme ist die S2000 dagegen nicht gedacht. Das ist bei einer Powerstation dieser Leistungsklasse auch sinnvoll. Ein 2.000-Watt-Heizgerät würde einen 2-kWh-Speicher theoretisch schon innerhalb von ungefähr einer Stunde leeren.
Die wichtigsten technischen Daten:
| Merkmal | Anker SOLIX S2000 |
|---|---|
| Batteriekapazität | 2 kWh |
| AC-Dauerleistung | 1.500 W |
| Spitzenleistung | 3.000 W |
| Batterietechnik | LFP |
| AC-Ladeleistung | 1.150 W |
| UltraFast-Laden | bis 1.600 W |
| Solarladung | bis 400 W |
| USV-Umschaltzeit | unter 10 ms |
| Anschlüsse für Verbraucher | 8 |
| Abmessungen | 208 × 282 × 323 mm |
| Gewicht | 16,2 kg |
| Geräuschpegel unter 600 W | 30 dB |
| Garantie | 5 Jahre |
| Aktionspreis | 699,99 € |
OptiSave soll den Eigenverbrauch reduzieren
Der interessanteste Punkt der S2000 ist für mich weniger die Kapazität als der Eigenverbrauch.
Bei aktivem AC-Ausgang benötigt die Powerstation laut Anker selbst nur 10 Watt. Sind die Ausgänge abgeschaltet, sinkt der Verbrauch auf 2 Watt.
Das spielt gerade bei kleinen Dauerlasten eine große Rolle. Wenn beispielsweise nur Router, Beleuchtung oder ein Kühlschrank versorgt werden, kann ein ineffizienter Wechselrichter einen relevanten Teil der gespeicherten Energie selbst verbrauchen.
Anker fasst seine Maßnahmen unter dem Namen OptiSave zusammen. Dazu gehören ein angepasstes Transformator- und Magnetdesign sowie eine Steuerung, die die Effizienz abhängig von der angeschlossenen Last reguliert.
Bei einer Dauerlast von 100 Watt nennt Anker eine Effizienz von mehr als 86 Prozent. Der Hersteller wirbt dadurch mit bis zu 24 Stunden Notstromversorgung.
Die Angabe sollte man allerdings richtig einordnen. Zwei Kilowattstunden bedeuten nicht automatisch 24 Stunden Laufzeit bei beliebiger Last. Wie lange die Powerstation durchhält, hängt immer davon ab, welche Geräte angeschlossen sind und wie häufig diese tatsächlich Strom ziehen.
LFP-Akku soll 6.000 Ladezyklen schaffen
Beim Akku setzt Anker auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen. Der Hersteller nennt 6.000 Ladezyklen, bis noch 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität verfügbar sind.
Anker leitet daraus eine mögliche Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren ab. Das setzt natürlich ein entsprechendes Nutzungsszenario voraus. Die Angabe von 6.000 Zyklen ist für eine Powerstation dieser Klasse dennoch auffällig hoch.
Mit 16,2 Kilogramm bleibt die S2000 noch transportabel, ist aber kein Gerät, das man dauerhaft tragen möchte. Das vertikale Gehäuse benötigt mit 208 × 282 Millimetern relativ wenig Stellfläche. Ein seitlicher Griff erleichtert den Transport.
Unterhalb von 600 Watt Last soll der Geräuschpegel bei rund 30 dB liegen.
Sechs Möglichkeiten zum Aufladen
Auch beim Laden bietet die S2000 mehrere Optionen. Klassisch funktioniert es über die Steckdose mit 1.150 Watt. Im UltraFast-Modus sind bis zu 1.600 Watt möglich.
Alternativ kann die Powerstation unter anderem über Solarmodule, einen Generator, die Kfz-Steckdose oder ein Lichtmaschinen-Ladegerät geladen werden.
Über Solar nimmt die S2000 maximal 400 Watt auf. Für gelegentliches Camping oder als Ergänzung zur Notstromversorgung reicht das aus. Wer allerdings eine 2-kWh-Batterie regelmäßig ausschließlich per Solar nachladen möchte, muss bei 400 Watt entsprechend lange Ladezeiten einplanen.
USV für Router und Computer
Die S2000 lässt sich auch als unterbrechungsfreie Stromversorgung einsetzen.
Fällt das Stromnetz aus, schaltet die Powerstation laut Anker innerhalb von weniger als 10 Millisekunden auf Batteriebetrieb um. Damit eignet sie sich beispielsweise für Router, Desktop-PCs oder andere Elektronik, die nicht plötzlich ausgeschaltet werden soll.
Gerade dieser Einsatz könnte im Alltag interessanter sein als eine Powerstation, die den Großteil des Jahres ungenutzt im Keller steht.
PixelFlow-Einordnung
Die S2000 wirkt auf dem Papier sinnvoll abgestimmt. 1.500 Watt sind weniger spektakulär als die Leistungswerte großer Powerstations, reichen für eine klassische Notstromversorgung aber häufig aus. Dafür versucht Anker, bei kleinen Lasten möglichst wenig Energie im Wechselrichter zu verlieren.
Interessant ist auch der Preis. 699,99 Euro für 2 kWh entsprechen rund 350 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Für eine mobile Powerstation inklusive Wechselrichter, USV und verschiedenen Lademöglichkeiten ist das zum Marktstart attraktiv.
Die beworbenen 24 Stunden sollte man trotzdem nicht als feste Laufzeit verstehen. Entscheidend bleibt der tatsächliche Verbrauch der angeschlossenen Geräte.
Die Anker SOLIX S2000 ist vom 4. bis 27. September 2026 für 699,99 Euro erhältlich. Danach dürfte der reguläre Preis höher liegen, einen entsprechenden Betrag nennt Anker in der vorliegenden Ankündigung noch nicht.