Acer fährt zur IFA 2026 gleich mit sieben neuen Gaming-Monitoren auf. Die Spannweite reicht vom Predator XB253Q U1 mit 1.000 Hz für E-Sport bis zum Nitro XV275X P mit 5K und Mini-LED.
Fünf Modelle unterstützen DFR, also den Wechsel zwischen hoher Auflösung und besonders hoher Bildwiederholrate. Damit versucht Acer, Gaming-Monitore flexibler für unterschiedliche Spiele und Anwendungen zu machen.
Predator XB253Q U1: Full HD mit 1.000 Hz
Das auffälligste Modell ist klar der Predator XB253Q U1. Der 24,5-Zoll-Monitor erreicht bei Full-HD-Auflösung bis zu 1.000 Hz.
Dazu kommen:
- 1.920 × 1.080 Pixel
- bis zu 1.000 Hz
- bis zu 0,3 ms Reaktionszeit
- VESA DisplayHDR 400
- AMD FreeSync Premium
- NVIDIA G-SYNC Compatible
Acer setzt zusätzlich auf Visual Response Boost Pro, um Bewegungsunschärfe und Ghosting zu reduzieren.
1.000 Hz klingen spektakulär, richten sich aber an eine sehr kleine Zielgruppe. Damit der Vorteil sichtbar wird, muss der Rechner auch entsprechend hohe Bildraten liefern. Bei aktuellen AAA-Spielen dürfte das kaum realistisch sein.
Für Counter-Strike, Valorant oder ähnliche E-Sport-Titel sieht das anders aus. Genau dort kann eine extrem hohe Bildwiederholrate interessant werden.
Predator X32 V3 setzt auf QD-OLED
Weniger extrem, dafür deutlich vielseitiger, ist der Predator X32 V3.
Das 31,5 Zoll große Display kombiniert UHD-Auflösung mit 180 Hz und einem QD-OLED-Penta-Tandem-Panel.
Acer nennt:
- 3.840 × 2.160 Pixel
- 180 Hz
- QD-OLED Penta Tandem
- VESA DisplayHDR True Black 400
- 99 Prozent DCI-P3
- AMD FreeSync Premium Pro
- NVIDIA G-SYNC Compatible
Der mehrlagige OLED-Aufbau soll Helligkeit und Effizienz verbessern.
Für Nutzer, die sowohl spielen als auch Bilder oder Videos bearbeiten, dürfte der X32 V3 deutlich interessanter sein als das reine 1.000-Hz-Modell.
Nitro XV275X P: 5K mit 165 Hz oder QHD mit 330 Hz
Noch stärker auf Auflösung setzt Acer beim Nitro XV275X P.
Der 27-Zoll-Monitor erreicht 5.120 × 2.880 Pixel bei 165 Hz. Über DFR lässt sich auf 2.560 × 1.440 Pixel mit 330 Hz wechseln.
Damit bietet das Gerät zwei ziemlich unterschiedliche Betriebsarten. Für Content Creation und detailreiche Spiele gibt es 5K. Für schnelle Titel kann die Bildwiederholrate verdoppelt werden.
Auch die Hintergrundbeleuchtung fällt auf. Acer verbaut Mini-LED mit 2.304 Dimming-Zonen.
Dazu kommen:
- VESA DisplayHDR 1400
- 99 Prozent Adobe RGB
- 99 Prozent sRGB
- 99 Prozent DCI-P3
- USB-C mit 90 Watt Power Delivery
- KVM-Switch
- Picture-in-Picture
- Picture-by-Picture
Mit 1.199 Euro ist der XV275X P allerdings auch das teuerste Modell der neuen Serie.
Predator XB273K V7: UHD oder bis zu 500 Hz
Beim Predator XB273K V7 setzt Acer ebenfalls auf DFR.
Standardmäßig arbeitet der 27-Zoll-Monitor mit:
3.840 × 2.160 Pixeln bei 160 Hz
Für schnelles Gaming lässt sich auf:
1.920 × 1.080 Pixel bei bis zu 500 Hz
umschalten.
Das dürfte für viele Nutzer sinnvoller sein als ein reines 1.000-Hz-Display. Man bekommt UHD für grafisch aufwendige Spiele und kann für kompetitive Titel auf eine deutlich höhere Bildrate wechseln.
Neu ist auch das Acer Smart Dial. Über den Drehregler lassen sich Helligkeit, Kontrast und Eingangsquelle steuern.
Nitro XZ340CKR P kombiniert 5K-Ultrawide mit 360 Hz
Beim Nitro XZ340CKR P wird es breiter.
Das gebogene 34-Zoll-Display arbeitet mit 5.120 × 2.160 Pixeln bei 180 Hz.
Über DFR kann der Monitor auf 2.560 × 1.080 Pixel bei 360 Hz wechseln.
Damit richtet sich das Modell an Nutzer, die ein großes Ultrawide-Display für Spiele, Arbeit und Content Creation verwenden wollen, aber gelegentlich höhere Bildraten benötigen.
Die Ausstattung umfasst:
- 34 Zoll
- 5.120 × 2.160 Pixel bei 180 Hz
- 2.560 × 1.080 Pixel bei 360 Hz
- bis zu 0,5 ms
- HDR10
- AMD FreeSync Premium
- 90 Prozent DCI-P3
Zwei Nitro-Monitore mit drei DFR-Modi
Noch flexibler fallen der Nitro XV275U Z2 und der XV270U Z3 aus.
Beide 27-Zoll-Modelle unterstützen gleich drei Modi:
| Modus | Auflösung | Bildwiederholrate |
|---|---|---|
| Detailmodus | QHD | 275 Hz |
| schneller Modus | Full HD | 360 Hz |
| E-Sport-Modus | HD | 520 Hz |
Beim XV275U Z2 verbaut Acer zusätzlich eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit 1.152 Zonen.
Dazu kommen Acer HDR1000, 97 Prozent DCI-P3 und 95 Prozent Adobe RGB.
Der XV270U Z3 verzichtet auf Mini-LED und setzt stattdessen auf HDR10 sowie 90 Prozent DCI-P3. Dafür startet er mit 299 Euro deutlich günstiger.
Alle sieben Acer-Monitore im Vergleich
| Modell | Größe | Maximale Auflösung | Max. Hz | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Predator XB253Q U1 | 24,5 Zoll | Full HD | 1.000 Hz | 1.099 € |
| Predator X32 V3 | 31,5 Zoll | UHD | 180 Hz | 899 € |
| Predator XB273K V7 | 27 Zoll | UHD | 500 Hz via DFR | 449 € |
| Nitro XV275X P | 27 Zoll | 5K | 330 Hz via DFR | 1.199 € |
| Nitro XZ340CKR P | 34 Zoll | 5.120 × 2.160 | 360 Hz via DFR | 699 € |
| Nitro XV275U Z2 | 27 Zoll | QHD | 520 Hz via DFR | 329 € |
| Nitro XV270U Z3 | 27 Zoll | QHD | 520 Hz via DFR | 299 € |
Preise und Marktstart
Die ersten Modelle sollen bereits im vierten Quartal 2026 erscheinen.
Ab Q4 2026:
- Predator XB273K V7: ab 449 Euro
- Nitro XZ340CKR P: ab 699 Euro
- Nitro XV275U Z2: ab 329 Euro
Ab Q1 2027:
- Predator XB253Q U1: ab 1.099 Euro
- Predator X32 V3: ab 899 Euro
- Nitro XV275X P: ab 1.199 Euro
- Nitro XV270U Z3: ab 299 Euro
Was gut klingt und wo DFR Grenzen hat
DFR ist für mich die interessanteste Idee hinter der neuen Serie. Ein Monitor muss dadurch nicht dauerhaft zwischen Auflösung und Bildwiederholrate festgelegt sein.
Das ist beim Predator XB273K V7 gut zu sehen. UHD mit 160 Hz reicht für viele Spiele locker aus. Wer anschließend einen schnellen E-Sport-Titel startet, kann auf Full HD mit 500 Hz wechseln.
Allerdings ersetzt DFR keine native höhere Auflösung bei gleicher Bildrate. Wer auf 500 oder 520 Hz wechselt, muss gleichzeitig deutlich weniger Pixel akzeptieren.
Auch die 1.000 Hz des XB253Q U1 sind eher ein Spezialfall. Für den Großteil der Spieler dürften 180, 240 oder 360 Hz bereits mehr als ausreichend sein.
PixelFlow-Einordnung
Acer zeigt mit den sieben Monitoren ziemlich gut, wie unterschiedlich Gaming-Displays inzwischen ausfallen können.
Der Predator XB253Q U1 ist das technische Extrem für E-Sport. Für die meisten Nutzer finde ich Modelle wie den XB273K V7 oder Nitro XV275X P interessanter, weil sie hohe Auflösung und hohe Bildraten kombinieren.
Der XV275X P fällt zusätzlich durch 5K, Mini-LED mit 2.304 Zonen und seine starke Farbraumabdeckung auf. Mit 1.199 Euro ist er allerdings auch entsprechend teuer.
Preislich überrascht dagegen der Nitro XV275U Z2. Mini-LED mit 1.152 Zonen, QHD mit 275 Hz und bis zu 520 Hz per DFR für 329 Euro klingt auf dem Papier ziemlich attraktiv. Wie gut Local Dimming und Panelqualität tatsächlich ausfallen, muss ein Test zeigen.