Projektoren mit 4K-Auflösung gibt es längst viele. Spannender wird es, wenn hohe Auflösung mit 120 Hz, hoher Helligkeit und optischem Lens-Shift zusammenkommt. Genau hier setzt JMGO mit der neuen IRIS-Serie an, die auf der IFA 2026 ihre internationale Premiere feiert.
Angeführt wird die Reihe vom JMGO IRIS Ultra Max. Darunter positioniert sich der JMGO IRIS Ultra, der viele technische Merkmale des Spitzenmodells übernimmt, bei Helligkeit und Kontrast aber etwas niedriger angesiedelt ist.
4K mit 120 Hz richtet sich klar an Gamer
Das wichtigste Merkmal der neuen Projektoren ist 4K bei 120 Hz. Laut JMGO handelt es sich bei der IRIS-Serie um die erste Smart-Projektor-Reihe, die 4K mit 120 Hz durchgängig von der Signalverarbeitung bis zur Bildausgabe unterstützt.
Technisch setzt JMGO dafür auf eine Dual-DLPC-Architektur und einen selbst entwickelten HyperPulse Actuator. Dieser arbeitet laut Hersteller mit 480 Verschiebungen pro Sekunde.
Für den Alltag ist die interne Technik weniger relevant als das Ergebnis. 120 Hz können vor allem bei schnellen Spielen einen sichtbaren Unterschied machen. Bewegungen wirken klarer und Eingaben können schneller umgesetzt werden.
Dazu unterstützt die IRIS-Serie:
- 4K mit bis zu 120 Hz
- VRR
- ALLM
- Dolby Vision bei 4K und 120 Hz
- MEMC für Filme und Sport
- Hardware-basierte Reduzierung des Regenbogeneffekts
Gerade VRR und ALLM machen deutlich, dass JMGO mit den neuen Geräten nicht nur Filmfans anspricht. Eine PlayStation 5, Xbox Series X oder ein Gaming-PC dürfte deutlich besser zu diesen Projektoren passen als zu klassischen 60-Hz-Modellen.
IRIS Ultra Max erreicht 6.500 ISO-Lumen
Bei der Lichtleistung gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Modellen.
Der JMGO IRIS Ultra Max erreicht laut Hersteller bis zu 6.500 ISO-Lumen, während der IRIS Ultra auf 4.500 ISO-Lumen kommt.
Das sind zumindest auf dem Papier hohe Werte. Damit könnten die Projektoren auch in Räumen funktionieren, die sich nicht vollständig abdunkeln lassen. Wie viel Helligkeit bei verschiedenen Bildmodi und Farbtemperaturen tatsächlich übrig bleibt, muss ein Test zeigen.
Für die Bilderzeugung verwendet JMGO seine MALC 6.0 Triple-Laser-Engine.
Beim Farbraum nennt der Hersteller eine Abdeckung von 110 Prozent BT.2020 sowie eine Farbabweichung von rund Delta E 0,7.
Bis zu 10.000:1 nativer Kontrast
Beim Kontrast setzt sich der Ultra Max ebenfalls vom günstigeren Modell ab.
| Modell | Helligkeit | Nativer Kontrast |
|---|---|---|
| JMGO IRIS Ultra Max | 6.500 ISO-Lumen | 10.000:1 |
| JMGO IRIS Ultra | 4.500 ISO-Lumen | 7.000:1 |
Beide Projektoren verwenden ein Dual-Iris-System mit insgesamt 15 Lamellen. Die Kombination aus sechs und neun Lamellen soll Streulicht stärker reduzieren.
Sechs Blendenstufen erlauben es, Helligkeit und Kontrast auf Raum und Inhalt abzustimmen.
Dazu kommt JMGO AI DBL. Die Bildverarbeitung analysiert einzelne Bildbereiche und soll dunkle Szenen aufhellen, ohne Hauttöne oder andere helle Bereiche unnatürlich zu verändern.
Solche Funktionen können hilfreich sein, entscheidend bleibt am Ende aber die Abstimmung. Zu aggressive dynamische Bildbearbeitung kann Details ebenso schnell verfälschen wie verbessern.
Optischer Zoom und Lens-Shift erleichtern die Aufstellung
Beim IRIS Ultra Max steckt eine weitere interessante Neuerung in der Optik.
JMGO kombiniert drei Funktionen:
- optischer Zoom von 0,88 bis 1,7:1
- Vier-Wege-Lens-Shift mit vertikal ±130 Prozent und horizontal ±53 Prozent
- motorisierter Gimbal mit 360 Grad Schwenkbereich und 150 Grad Neigung
Gerade Lens-Shift ist bei Projektoren ein Punkt, den ich deutlich wichtiger finde als automatische digitale Keystone-Korrekturen. Das Bild lässt sich damit verschieben, ohne es rechnerisch zu verzerren und dabei Auflösung zu verlieren.
Der IRIS Ultra besitzt ebenfalls den optischen Zoom und Vier-Wege-Lens-Shift. Auf den aufwendigen Gimbal des Ultra Max muss man hier verzichten.
Der Projektor merkt sich verschiedene Wände
JMGO ergänzt die Optik um mehrere automatische Funktionen.
AI Screen Fitting erkennt die Projektionsfläche und richtet das Bild darauf aus. Noch interessanter klingt AI Spatial Image Memory.
Damit kann sich der Projektor verschiedene Projektionspositionen merken. Wer das Gerät beispielsweise einmal auf eine Leinwand und später auf eine andere Wand ausrichtet, soll gespeicherte Positionen und Anwendungen wieder aufrufen können.
Gerade beim Ultra Max ergibt das zusammen mit dem beweglichen Gimbal Sinn. Der Projektor muss dadurch nicht zwingend dauerhaft auf dieselbe Leinwand ausgerichtet bleiben.
Was gut klingt und was noch offen bleibt
Auf dem Datenblatt trifft JMGO mit der IRIS-Serie einige Punkte, die bei leistungsfähigen Heimkino-Projektoren tatsächlich relevant sind.
4K mit 120 Hz, VRR und ALLM sind für Gaming interessant. 6.500 ISO-Lumen und ein nativer Kontrast von 10.000:1 machen den Ultra Max gleichzeitig für Heimkino interessant.
Der große optische Zoom und Lens-Shift gefallen mir fast noch besser. Sie erleichtern die Aufstellung und vermeiden Qualitätseinbußen durch starke digitale Bildkorrekturen.
Es fehlen allerdings noch zwei zentrale Angaben: Preis und endgültige Verfügbarkeit.
JMGO startet die Vorbestellungen am 4. September 2026, nennt bisher aber keine regulären Preise. Frühbucherpreise sowie Angebote mit Zubehör und Leinwänden sollen zum Vorbestellungsstart bekannt gegeben werden.
Für wen lohnt sich die JMGO IRIS-Serie?
Der IRIS Ultra Max dürfte vor allem für Nutzer interessant sein, die einen Fernseher durch ein sehr großes Projektionsbild ersetzen möchten und dabei auch spielen.
Wer nur gelegentlich Filme schaut, braucht 4K mit 120 Hz wahrscheinlich nicht. Für PC- und Konsolenspieler ist diese Kombination dagegen wesentlich interessanter.
Der IRIS Ultra könnte am Ende das attraktivere Modell werden, falls der Preis deutlich unter dem Ultra Max liegt. 4.500 ISO-Lumen, 7.000:1 Kontrast, 4K mit 120 Hz sowie optischer Zoom und Lens-Shift bleiben eine starke Kombination.
PixelFlow-Einordnung
JMGO packt beim IRIS Ultra Max ziemlich viel Technik in einen Projektor. Für mich sind dabei nicht einmal die 6.500 ISO-Lumen das interessanteste Merkmal. 4K mit 120 Hz zusammen mit VRR, ALLM, optischem Zoom und echtem Lens-Shift macht das Modell deutlich spannender.
Ob sich der Ultra Max gegen etablierte Heimkino-Projektoren durchsetzen kann, hängt jetzt vor allem vom Preis und von der realen Bildqualität ab. Werte wie 10.000:1 Kontrast und 6.500 ISO-Lumen sehen auf einem Datenblatt gut aus, müssen sich aber unter realen Bedingungen bestätigen.
Die entscheidende Information folgt deshalb am 4. September, wenn JMGO die Vorbestellungen und Preise der IRIS-Serie veröffentlicht.