Scosche GoBat zur IFA 2026: Powerbank, Ladegerät und Kabel sollen in ein Gerät

Wer unterwegs Smartphone, Tablet oder Notebook laden will, hat schnell mehrere Teile im Gepäck: Powerbank, Netzteil und mindestens ein Kabel. Scosche versucht genau dieses Problem mit seiner erweiterten GoBat-Serie zu lösen und zeigt zur IFA 2026 gleich mehrere Modelle, die verschiedene Ladefunktionen in einem Gehäuse kombinieren.

Vier neue GoBat-Modelle für unterschiedliche Einsätze

Scosche baut seine GoBat-Familie zur IFA deutlich aus. Das größte Modell ist die GoBat 20K 2-in-1 mit 20.000 mAh. Zwei USB-C-Kabel sind bereits fest integriert, dazu kommen ein weiterer USB-C-Port und USB-A. Smartphones, Tablets und andere Geräte lassen sich mit bis zu 20 Watt laden.

Das ist vor allem für Reisen interessant. Du musst keine zusätzlichen Kabel einpacken und kannst mehrere Geräte an einer Powerbank versorgen. Ein Display zeigt dabei den verbleibenden Akkustand an. Mit einer US-UVP von 54,99 Dollar ist sie zugleich das teuerste reine Powerbank-Modell der neuen Serie. Einen Preis für Deutschland nennt Scosche bisher nicht.

Die GoBat 10K 3-in-1 geht einen Schritt weiter. Neben 10.000 mAh Akku und integriertem USB-C-Kabel steckt auch ein Netzteil im Gehäuse. Unterwegs liefert die Powerbank bis zu 20 Watt, an der Steckdose steigt die Leistung auf bis zu 65 Watt.

Das klingt gerade für Notebook-Nutzer interessant, hat für deutsche Käufer aber einen Haken: Der integrierte Netzstecker ist laut Hersteller ausschließlich für die USA vorgesehen. Damit fällt ausgerechnet eine der interessantesten Funktionen für den deutschen Markt vorerst weg.

GoBat Pro 10K kombiniert Kabel und kabelloses Laden

Bei der GoBat Pro 10K 4-in-1 setzt Scosche ebenfalls auf 10.000 mAh, ergänzt das Konzept aber um kabelloses Laden für MagSafe-kompatible Geräte. Kabelgebunden stehen bis zu 20 Watt zur Verfügung.

Praktisch klingt das Pass-Through-Charging. Die Powerbank kann selbst geladen werden und gleichzeitig angeschlossene Geräte mit Strom versorgen. Auf dem Schreibtisch oder im Hotel könnte sie dadurch mehrere Ladegeräte ersetzen.

Auch hier gilt jedoch: Der integrierte Netzstecker ist für den US-Markt gedacht. Für Deutschland bleibt damit vor allem die Kombination aus Powerbank, integriertem Kabel und kabelloser Ladefunktion interessant.

Die wichtigsten neuen Modelle im Überblick:

  • GoBat 20K 2-in-1: 20.000 mAh, zwei integrierte USB-C-Kabel, USB-C und USB-A, bis 20 Watt
  • GoBat 10K 3-in-1: 10.000 mAh, integriertes USB-C-Kabel, bis 20 Watt mobil und 65 Watt an der Steckdose
  • GoBat Pro 10K 4-in-1: 10.000 mAh, MagSafe-kompatibles Wireless Charging, integrierte Kabel, Pass-Through-Charging
  • GoBat 5K 3-in-1: 5.000 mAh, integriertes USB-C-Kabel, USB-C-Port und 40-Watt-Netzteil

GoBat 5K als kompakte Lösung für unterwegs

Mit 5.000 mAh fällt die GoBat 5K 3-in-1 deutlich kleiner aus. Dafür kombiniert Scosche auch hier Powerbank, USB-C-Kabel und Netzteil. Ein Display zeigt den Akkustand an, Pass-Through-Charging ist ebenfalls möglich.

Mit 5.000 mAh richtet sich dieses Modell eher an Nutzer, die ihr Smartphone über den Tag bringen wollen und keine große Reserve für mehrere Geräte brauchen. Das integrierte 40-Watt-Netzteil wäre dabei ein gutes Argument für leichtes Reisegepäck. Wieder schränkt Scosche die Wandladefunktion jedoch auf den US-Stecker ein.

Leuchtende Ladekabel und ein beweglicher USB-C-Stecker

Neben den Powerbanks bringt Scosche neue Ladekabel mit nach Berlin. Das GloBright MultiColor LED Charging Cable unterstützt bis zu 60 Watt und besitzt LEDs, die während des Betriebs ihre Farbe wechseln. Technisch löst das kein neues Ladeproblem, kann aber in Gaming-Setups oder auf dem Schreibtisch optisch interessant sein.

Das PowerPivot verfolgt dagegen einen praktischeren Ansatz. Der Stecker lässt sich bewegen, wodurch weniger Zug auf Kabel und Anschluss wirken soll. Gerade wenn du beim Laden spielst, streamst oder das Smartphone quer hältst, kann ein flexibler Stecker angenehmer sein als ein starrer Anschluss. Das Kabel ist rund 1,8 Meter lang und besitzt eine geflochtene Ummantelung.

Was gut klingt und was noch offen bleibt

Die Idee hinter GoBat gefällt mir. Powerbank, Kabel und teilweise Netzteil in einem Gerät zu kombinieren, kann unterwegs tatsächlich Zubehör einsparen. Besonders die 20K-Version wirkt sinnvoll, weil zwei fest verbaute USB-C-Kabel und mehrere Anschlüsse bei Reisen schnell praktisch werden können.

Bei den Modellen mit integriertem Netzteil sieht es für deutsche Käufer momentan weniger interessant aus. Wenn der Wandstecker nur in den USA funktioniert, fehlt hierzulande ein zentraler Teil des Konzepts. Dazu kommt, dass Scosche noch keine Europreise nennt.

Ob die fest integrierten Kabel auf Dauer eher Vorteil oder Schwachstelle sind, lässt sich ohne Test ebenfalls nicht beurteilen. Geht ein fest verbautes Kabel kaputt, ist der Austausch naturgemäß schwieriger als bei einem normalen USB-C-Kabel.

Für wen lohnt sich die neue GoBat-Serie?

Wenn du häufig reist und möglichst wenig Ladezubehör mitnehmen möchtest, ist vor allem die GoBat 20K interessant. 20.000 mAh und mehrere integrierte Anschlüsse passen gut zu Smartphone, Tablet und anderen mobilen Geräten.

Die kleineren Modelle richten sich eher an Nutzer, die eine kompakte Reserve für das Smartphone suchen. Wer dagegen gerade wegen des integrierten Netzteils auf GoBat schaut, sollte bei den deutschen Varianten genau hinsehen. Scosche müsste dafür erst eine passende Version für europäische Steckdosen anbieten.

Fazit

Scosche verfolgt mit der neuen GoBat-Serie einen sinnvollen Ansatz: weniger einzelne Ladegeräte und Kabel im Rucksack. Besonders die GoBat 20K wirkt für Reisen interessant, während die Modelle mit Netzstecker in Deutschland derzeit einen wichtigen Teil ihres Nutzens verlieren. Die US-Preise liegen zwischen 39,99 und 54,99 Dollar, Europreise stehen noch nicht fest.

Scosche zeigt die neuen Produkte auf der IFA 2026 vom 4. bis 8. September in Halle 5.2 am Stand 185.

LarsStephan
LarsStephan
Ich bin Technik-Enthusiast, Digital-Nerd und kreativer Kopf hinter PixelFlow.eu – einem Online-Magazin, das Technik nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Mit einem Gespür für Trends, einem Faible für smarte Lösungen wie Balkonkraftwerke und einem offenen Blick für alles, was sich durch Strom, Daten und Innovation antreiben lässt, schreibe ich unterhaltsam und journalistisch über das, was die Tech-Welt bewegt. Ob Produkttest, Event oder Branchen-Insight – mein Ziel ist es, Technik verständlich, relevant und mit einem Augenzwinkern rüberzubringen. Für Early Adopters genauso wie für Alltagsnutzer.

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