Samsung wird 2026 nicht mehr wie gewohnt den CityCube auf dem Berliner Messegelände bespielen. Ganz von der IFA verabschiedet sich das Unternehmen aber ebenfalls nicht. Die IFA hat nun bestätigt, wie die Zusammenarbeit in diesem Jahr aussehen soll.
Samsung wird Hauptsponsor des IFA Creator Hub und richtet parallel ein eigenes Veranstaltungsformat im Humboldt Carré in der Berliner Innenstadt aus. Damit steht fest: Samsung bleibt offiziell Teil der IFA 2026, verteilt seine Präsenz aber auf zwei sehr unterschiedliche Orte.
Für normale Messebesucher ist das keine nebensächliche Änderung. Wer Samsung im CityCube erwartet oder mit einem Privatbesucher-Ticket auf eine große Produktwelt des Herstellers hofft, muss für 2026 umdenken.
Samsung wird Hauptsponsor des IFA Creator Hub
Der IFA Creator Hub befindet sich im Palais am Funkturm auf dem Messegelände. Er richtet sich an Influencer, Streamer, Medienproduzenten und andere Content Creator. Dort sind während der Messe unter anderem Streaming-Studios, Podcast-Bereiche, Arbeitsplätze und Masterclasses geplant.
Samsung übernimmt 2026 die Rolle des Hauptsponsors. Laut der offiziellen Mitteilung der IFA soll das Unternehmen den Creator Hub mit einem eigenen Programm und interaktiven Formaten mitgestalten.
Was Samsung dort konkret zeigen oder anbieten wird, ist bisher noch nicht bekannt. Die Pressemitteilung spricht allgemein von einem eigenen Programm und Formaten für Creator. Weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Für Samsung ist diese Rolle nachvollziehbar. Smartphones, Kamerafunktionen, Fernseher, Monitore und mobile Geräte spielen bei der Produktion von Social-Media-Inhalten eine große Rolle. Der Creator Hub gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, auf dem Messegelände sichtbar zu bleiben, ohne erneut eine komplette Halle zu besetzen.
Das eigentliche Samsung-Event findet im Humboldt Carré statt
Die zweite Säule der Zusammenarbeit liegt nicht auf dem Messegelände. Samsung verlegt seine IFA-Präsenz mit Fokus auf Fachhandel, B2B-Publikum und Medien ins Humboldt Carré in der Berliner Innenstadt.
Dort sollen ab dem 2. September 2026 Produktpräsentationen und Gespräche mit der B2B-Community stattfinden. Das Event beginnt damit bereits zwei Tage vor der offiziellen Öffnung der IFA für Privatbesucher am 4. September.
Das Format wird von der IFA als offizieller Teil des IFA-Programms bezeichnet. Samsung stellt also nicht unabhängig neben der Messe aus, sondern bleibt über eine direkte Partnerschaft mit der IFA verbunden.
Der Zugang ist allerdings eingeschränkt. Während der eigentlichen Messetage wird laut IFA ein Fachbesucherausweis benötigt. Die Veranstaltung richtet sich damit klar an Handel, Geschäftskunden und Medien. Ob es einzelne Formate für Privatbesucher geben wird, geht aus der bisherigen Ankündigung nicht hervor.
Samsung verlässt den CityCube, aber nicht die IFA
Damit wird auch die Frage beantwortet, die seit dem Bekanntwerden des CityCube-Auszuges offen war. Samsung verlässt zwar seinen langjährigen Standort auf dem Messegelände, trennt sich aber nicht vollständig von der IFA.
Wir hatten bereits in unserem Beitrag Samsung verlässt die IFA und reißt vielleicht alle mit darüber berichtet, dass Samsung 2026 nicht mehr im CityCube ausstellen wird. Zu diesem Zeitpunkt war die weitere Zusammenarbeit nach Angaben der IFA noch nicht vertraglich abgeschlossen.
Diese Vereinbarung steht nun. Samsung bleibt über den Creator Hub und das Humboldt Carré an die IFA gebunden. Das klassische Messemodell verändert sich trotzdem deutlich.
Über viele Jahre war Samsung einer der prägendsten Aussteller auf dem Gelände. Der CityCube bot genug Platz, um Fernseher, Smartphones, Monitore, Haushaltsgeräte und Smart-Home-Lösungen gemeinsam zu zeigen. Besucher konnten einen großen Teil des Samsung-Sortiments an einem Ort erleben.
Das neue Konzept trennt diese Zielgruppen. Creator treffen Samsung im Palais am Funkturm. Fachhandel, Medien und B2B-Gäste fahren zum Humboldt Carré. Für normale Privatbesucher ist Samsung dagegen deutlich weniger zugänglich als in den vergangenen Jahren.
Was passiert jetzt im CityCube?
Während Samsung in die Innenstadt zieht, wird der CityCube neu verteilt. Acer übernimmt Hall A. In Hall B sind unter anderem Panasonic sowie mehrere Anbieter aus den Bereichen Mobilität und vernetzte Technik vertreten.
Wie die Flächen genau vergeben sind und welche Unternehmen Samsungs frühere Bühne übernehmen, zeigen wir im Beitrag Samsungs Bühne neu besetzt: Was jetzt im CityCube steht.
Der Wechsel zeigt, wie stark sich die IFA 2026 verändert. Ein einzelner Hersteller dominiert den CityCube nicht mehr. Stattdessen verteilen sich verschiedene Marken und Produktgruppen auf das Gebäude.
Das kann für Besucher interessant sein, weil im CityCube mehr Abwechslung entsteht. Gleichzeitig fehlt dort der klare Anker, den Samsung über viele Jahre gebildet hat.
Eine IFA-Präsenz mit klarer Zielgruppe
Die neue Lösung ist vor allem auf Geschäftskontakte, Medienarbeit und digitale Reichweite zugeschnitten. Samsung spart sich einen großen klassischen Publikumsstand, bleibt aber dort präsent, wo Produkte vorgestellt, Kontakte gepflegt und Inhalte produziert werden.
Für die IFA ist die Vereinbarung ebenfalls wichtig. Ein vollständiger Rückzug Samsungs wäre ein deutlich schwierigeres Signal gewesen. Durch den Creator Hub und das Event im Humboldt Carré kann die Messe weiterhin mit Samsung als offiziellem Partner auftreten.
Trotzdem sollte man die neue Konstruktion nicht mit dem bisherigen Auftritt im CityCube gleichsetzen. Samsung bleibt Teil der IFA, ist für Privatbesucher aber nicht mehr in derselben Form erlebbar.
Das ist ein großer Unterschied.
Was bedeutet das für Privatbesucher?
Wer vor allem wegen Samsung zur IFA fahren möchte, sollte die Erwartungen anpassen. Nach dem derzeitigen Stand gibt es keinen großen Samsung-Publikumsstand auf dem Messegelände.
Der Creator Hub liegt zwar auf dem Gelände, richtet sich aber vorrangig an akkreditierte Creator und Medien. Das Event im Humboldt Carré ist auf Fachhandel, B2B-Publikum und Presse ausgerichtet. Während der Messetage ist dafür ein Fachbesucherausweis erforderlich.
Mit einem normalen Privatbesucher-Ticket dürfte der Zugang zum Samsung-Event daher nicht möglich sein. Die IFA-Ankündigung nennt bisher keine offene Ausstellung für das allgemeine Publikum.
Für Technikfans kann sich der IFA-Besuch trotzdem lohnen. Xiaomi feiert sein Debüt, Acer übernimmt einen großen Teil des CityCube und zahlreiche weitere Hersteller sind vertreten. Welche Marken die IFA 2026 prägen, haben wir im Beitrag Samsung raus, Xiaomi rein: Wer prägt die IFA 2026 wirklich? zusammengefasst.
Was bedeutet das für Fachbesucher und Medien?
Für Fachbesucher ist das Bild deutlich positiver. Sie bekommen weiterhin Zugang zu Samsung-Präsentationen, müssen dafür aber einen zusätzlichen Weg einplanen.
Das Humboldt Carré liegt am Gendarmenmarkt in der Berliner Innenstadt und damit mehrere Kilometer vom Messegelände entfernt. Wer Termine bei Samsung und anderen Ausstellern wahrnehmen möchte, sollte genügend Fahrzeit einrechnen.
Da die Samsung-Veranstaltung bereits am 2. September startet, könnten viele Medien- und Handelstermine vor dem eigentlichen Messebeginn stattfinden. Das würde den Zeitdruck während der Publikumstage reduzieren.
Für PixelFlow ist das neue Format ebenfalls relevant. Wir werden bei unserer IFA-Planung prüfen, welche Präsentationen im Humboldt Carré stattfinden und wie sich diese sinnvoll mit Terminen auf dem Messegelände verbinden lassen.
Samsung bleibt, aber die IFA verändert sich
Die offizielle Bestätigung beendet die Spekulationen um einen vollständigen Samsung-Rückzug. Samsung bleibt Partner der IFA 2026, übernimmt den Creator Hub und veranstaltet ein eigenes Format im Humboldt Carré.
Für Fachpublikum und Medien bleibt die Marke damit erreichbar. Für Privatbesucher fällt der Auftritt deutlich kleiner und weniger direkt aus als in den vergangenen Jahren.
Die IFA verliert Samsung also nicht vollständig. Sie verliert aber die große Samsung-Welt im CityCube, die für viele Besucher fest zur Messe gehörte.
Ob sich die IFA 2026 ohne diesen Publikumsmagneten noch lohnt, hängt stark davon ab, welche Marken und Themen ihr sehen möchtet. Genau das klären wir in unserem nächsten Beitrag: IFA 2026: Lohnt sich der Besuch und für wen?.