Amada zeigt auf der IFA 2026 smarte Möbel für Schlafen und Wohnen

Smart Home endet längst nicht mehr bei Lampen, Thermostaten und Lautsprechern. Amada Homefurnishing hat auf der IFA 2026 gezeigt, wie sich auch Bett, Matratze, Sofa und Couchtisch mit elektrischen Funktionen und App-Steuerung verbinden lassen.

Im Mittelpunkt standen ein elektrisch verstellbares Bett mit vier Motoren, eine Matratze mit vibroakustischer Technik und ein Sofa, das Liegesessel, Kühlschrank, Ladestation und Gästebett in einem Möbelstück kombiniert.

Vier Motoren für Kopf, Beine und Lendenbereich

Das Smart Quad-Motor Adjustable Bed Base ist das technisch aufwendigste Produkt im aktuellen Amada-Portfolio. Vier Motoren ermöglichen eine getrennte Einstellung von Kopf-, Fuß- und Lendenbereich.

Dazu kommen mehrere voreingestellte Positionen:

  • Schlafmodus
  • Entspannungsmodus
  • Zero-Gravity-Position
  • Aufwachmodus

Damit soll sich das Bett nicht nur nachts nutzen lassen. Wer im Bett liest, arbeitet oder einen Film schaut, kann die Position entsprechend verändern.

Der Begriff Zero Gravity beschreibt dabei eine Liegeposition, bei der Beine und Oberkörper angehoben werden. Dadurch soll der Körper gleichmäßiger aufliegen und weniger Druck auf einzelne Bereiche entstehen.

Ob das im Alltag tatsächlich angenehmer ist, hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab. Elektrisch verstellbare Betten sind aber gerade dann interessant, wenn man häufiger im Bett liest oder mit erhöhtem Oberkörper schlafen möchte.

Soundwave Smart Mattress setzt auf Schallwellen

Passend zum Bett zeigt Amada die Soundwave Smart Mattress.

Die Matratze arbeitet mit einer patentierten vibroakustischen Technik. Dabei werden Schallwellen als Vibrationen über die Liegefläche übertragen. Amada beschreibt das als Ganzkörperentspannung durch Sound-Wave-Therapie.

Wie deutlich dieser Effekt tatsächlich spürbar ist, lässt sich anhand der Produktbeschreibung allein nicht beurteilen.

Interessant ist aber der Ansatz, Bettgestell und Matratze nicht als getrennte Produkte zu betrachten. Beide sollen gemeinsam verschiedene Situationen abdecken, vom Entspannen am Abend bis zum Schlaf.

Sofa mit Kühlschrank, Ladestation und Gästebett

Fast noch ungewöhnlicher ist das Wall-Hugger Zero-Gravity Power Recliner Sofa.

Das elektrisch verstellbare Sofa lässt sich per Knopfdruck zurücklehnen und unterstützt ebenfalls eine Zero-Gravity-Position. Dazu kommt eine verstellbare Kopfstütze.

Amada integriert aber noch weitere Funktionen:

  • 15-Liter-Kühlschrank
  • integrierte Lademöglichkeiten für Geräte
  • elektrische Liegefunktion
  • verstellbare Kopfstütze
  • Umwandlung zum Gästebett

Gerade der integrierte Kühlschrank zeigt, wie weit Amada den Begriff Smart Furniture auslegt. Statt mehrere einzelne Möbel oder Geräte im Raum zu verteilen, sollen verschiedene Funktionen in einem zentralen Möbelstück zusammenkommen.

Das kann in kleineren Wohnungen praktisch sein. Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage, wie sinnvoll ein Kühlschrank im Sofa für den eigenen Alltag tatsächlich ist.

Sessel mit elektromagnetischer Schaukelfunktion

Zum IFA-Auftritt gehörte auch ein Smart Electric Rocking Recliner.

Der Sessel kombiniert eine elektrische Liegefunktion mit einer elektromagnetisch gesteuerten Schaukelbewegung. Dazu kommen eine Zero-Gravity-Position und eine Luftpolster-Unterstützung für den unteren Rücken.

Damit richtet sich Amada klar an Nutzer, die einen klassischen Relaxsessel suchen, aber mehr Verstellmöglichkeiten und Automatik wollen.

Wie bei allen motorisierten Möbeln wird am Ende neben dem Komfort auch die Lautstärke der Motoren und die Haltbarkeit der Mechanik eine wichtige Rolle spielen.

Elektrischer Couchtisch mit verstecktem Stauraum

Auch beim Couchtisch setzt Amada auf elektrische Verstellung.

Der Electric Lift-Top Coffee Table ist als 4-in-1-Möbelstück gedacht. Die Tischplatte kann per Knopfdruck in der Höhe verstellt werden. Dazu kommt versteckter Stauraum.

So lässt sich der Tisch je nach Bedarf als normaler Couchtisch, Arbeitsfläche oder erhöhte Ablage nutzen.

Das ist deutlich weniger spektakulär als ein Sofa mit Kühlschrank, dürfte im Alltag aber für viele Nutzer sogar praktischer sein.

Eine App für Bett, Matratze, Sofa und Sessel

Amada will die einzelnen Möbel nicht isoliert steuern.

Über die eigene App sollen Bett, Matratze, Sessel und Sofa gemeinsam verwaltet werden können. Dadurch lassen sich Einstellungen aus Schlafzimmer und Wohnzimmer über eine zentrale Oberfläche anpassen.

Genau hier wird aus einzelnen elektrisch verstellbaren Möbeln tatsächlich ein vernetztes System.

Interessant wäre allerdings noch zu wissen, ob Amada künftig auch Schnittstellen zu bestehenden Smart-Home-Plattformen anbietet. Dazu macht das Unternehmen bisher keine Angaben.

Preis und Verfügbarkeit

Für Deutschland gibt es derzeit noch keine konkreten Angaben zu Preisen oder Marktstart.

Das Smart Quad-Motor Adjustable Bed Base mit der Modellnummer AMABB12B-TXL-US soll zunächst Anfang Oktober 2026 in den USA erscheinen. Der Preis startet dort bei 829,99 US-Dollar.

Zu den weiteren Möbelstücken nennt Amada bislang keine konkreten Preise.

PixelFlow-Einordnung

Amadas IFA-Auftritt zeigt eine interessante Richtung für das Smart Home. Statt noch mehr Sensoren und Displays in die Wohnung zu bringen, integriert das Unternehmen Technik direkt in Möbel, die ohnehin vorhanden sind.

Besonders spannend finde ich dabei weniger den eingebauten Kühlschrank im Sofa, sondern die Verbindung aus verstellbarem Bett, Matratze und zentraler App-Steuerung. Wenn mehrere Möbel tatsächlich zusammenarbeiten, kann daraus mehr werden als nur ein elektrischer Relaxsessel mit Smartphone-App.

Entscheidend werden allerdings Preis, Verarbeitung und Haltbarkeit sein. Motoren, Gelenke, Kühlsysteme und Elektronik machen Möbel komplexer und schaffen gleichzeitig mehr Komponenten, die nach einigen Jahren Probleme verursachen können.

Für den deutschen Markt bleibt zunächst offen, welche Produkte überhaupt erscheinen. Amada hat bislang nur den US-Start des Smart Quad-Motor Adjustable Bed Base für Anfang Oktober 2026 bestätigt.

LarsStephan
LarsStephan
Ich bin Technik-Enthusiast, Digital-Nerd und kreativer Kopf hinter PixelFlow.eu – einem Online-Magazin, das Technik nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Mit einem Gespür für Trends, einem Faible für smarte Lösungen wie Balkonkraftwerke und einem offenen Blick für alles, was sich durch Strom, Daten und Innovation antreiben lässt, schreibe ich unterhaltsam und journalistisch über das, was die Tech-Welt bewegt. Ob Produkttest, Event oder Branchen-Insight – mein Ziel ist es, Technik verständlich, relevant und mit einem Augenzwinkern rüberzubringen. Für Early Adopters genauso wie für Alltagsnutzer.

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