DREO nutzt die IFA 2026 in Berlin für einen deutlich größeren Auftritt rund um Raumluft und Wohnkomfort. Im Mittelpunkt steht nicht nur ein neues Gerät, sondern die Frage, wie Luftreiniger, Heizgeräte und weitere Produkte künftig miteinander arbeiten sollen. Dafür zeigt der Hersteller den neuen Air Purifier 530S, die KI-Plattform DREO Air Intelligence und eine neue Heiztechnik, die ihren Luftstrom mechanisch zwischen gezielter Wärme und einer 360-Grad-Verteilung verändern kann.
Der Ansatz geht damit über klassische App-Steuerung hinaus. DREO möchte Umgebungsdaten auswerten, den tatsächlichen thermischen Komfort abschätzen und mehrere kompatible Geräte automatisch aufeinander abstimmen. Matter soll dabei helfen, das System auch für Produkte außerhalb des eigenen Ökosystems zu öffnen.
Air Purifier 530S wird zum neuen Luftreiniger-Flaggschiff
Das konkreteste neue Produkt ist der DREO Air Purifier 530S. Der Luftreiniger kombiniert ein neues 360-Grad-Luftstromsystem mit einem dreistufigen Filter, PM2.5-Sensorik und einem RGBIC-Leuchtring.
DREO nennt das Gesamtsystem TurboPure. Ein BLDC-Motor arbeitet dabei mit einem spiralförmigen Lufteinlass. Die Luft wird rund um das Gerät angesaugt und nach der Filterung wieder über einen 360-Grad-Auslass in den Raum abgegeben. Das erhöhte Gehäuse soll dabei helfen, Staub und Tierhaare näher am Boden aufzunehmen.
Interessant ist der spiralförmige Luftweg. Die angesaugte Luft wird laut DREO bereits vor dem Lüfter in dessen Drehrichtung geführt. Dadurch sollen Turbulenzen reduziert werden. Das klingt unspektakulär, ist für einen Luftreiniger aber relevant, weil Luftdurchsatz, Lautstärke und Effizienz stark von der internen Strömungsführung abhängen.
221 m³/h CADR und bis zu 90 Quadratmeter
Bei der Reinigungsleistung nennt DREO eine Clean Air Delivery Rate von 221 m³/h. Die Messung wurde laut Hersteller unabhängig nach AHAM-Vorgaben durchgeführt.
Die mögliche Raumgröße hängt stark davon ab, wie häufig die komplette Raumluft gefiltert werden soll.
DREO gibt zwei Werte an:
| Merkmal | DREO Air Purifier 530S |
|---|---|
| CADR | 221 m³/h |
| Raumgröße bei 4,8 Luftwechseln pro Stunde | ca. 19 m² |
| Raumgröße bei 1 Luftwechsel pro Stunde | bis ca. 90 m² |
| Partikelfilterung | 99,97 % bei 0,3 µm |
| Filtersystem | 3-in-1 HEPA Pro |
| Aktivkohle | 130 g |
| Minimaler Geräuschpegel | 18 dB |
| Maximaler Geräuschpegel laut Produktdaten | 47 dB |
| Filterlebensdauer | ca. 6 bis 8 Monate |
| Sensor | PM2.5 |
| Steuerung | Gerät, DREO App, Alexa, Google Home |
Die unterschiedlichen Raumgrößen sollte man nicht miteinander verwechseln. Die Angabe von 90 Quadratmetern bedeutet lediglich einen vollständigen Luftwechsel innerhalb einer Stunde. Für eine deutlich häufigere Reinigung liegt die sinnvoll angegebene Fläche bei rund 19 Quadratmetern.
Genau diese Unterscheidung fehlt bei Werbeangaben zu Luftreinigern häufig.
HEPA Pro, FiberCatch und viermal mehr Aktivkohle
Beim Filter setzt DREO auf ein dreistufiges System.
Der True-HEPA-Filter soll nach IEST-Standard 99,97 Prozent der Partikel mit einer Größe von 0,3 Mikrometern erfassen.
Davor sitzt eine austauschbare FiberCatch-Schicht, die größere Partikel wie Tierhaare und Staub auffängt. Dadurch soll sich weniger grober Schmutz im eigentlichen Hauptfilter sammeln.
Für Gerüche enthält das System zusätzlich 130 Gramm modifizierte Aktivkohle. Das entspricht laut DREO der vierfachen Menge gegenüber der vorherigen Generation. Gedacht ist diese Stufe unter anderem für Kochgerüche, Haustiergerüche und andere typische Belastungen im Haushalt.
Das Produktdeck nennt eine erwartete Filterlebensdauer von ungefähr sechs bis acht Monaten. Ein Algorithmus berechnet den tatsächlichen Wechselzeitpunkt allerdings nicht nur anhand vergangener Zeit, sondern berücksichtigt Betriebsdauer, Lüftergeschwindigkeit und Luftqualität.
Der RGB-Ring zeigt nicht nur die Luftqualität
Optisch fällt der Air Purifier 530S durch seinen umlaufenden RGBIC-Leuchtring auf.
Die Beleuchtung dient zunächst als Luftqualitätsanzeige. Vier Farben signalisieren unterschiedliche PM2.5-Bereiche.
DREO geht aber weiter und macht den Leuchtring zu einer Ambientebeleuchtung. Über die App stehen dynamische und statische Effekte sowie verschiedene Szenen zur Verfügung. Die Helligkeit und einzelne Farbbereiche können angepasst werden.
Über DREO AI sollen sich sogar eigene Lichtszenen anhand einer beschriebenen Stimmung erzeugen lassen. Nutzer können beispielsweise eine gewünschte Atmosphäre beschreiben, woraufhin das System eine passende RGBIC-Konfiguration erstellt.
Ob man einen Luftreiniger unbedingt als Ambientelampe benötigt, ist natürlich Geschmackssache. Positiv ist, dass sich die Beleuchtung im Schlafmodus vollständig abschalten lässt.
18 dB im Schlafmodus
DREO nennt für den 530S einen minimalen Geräuschpegel von 18 dB.
Im Sleep Mode werden gleichzeitig die Leuchten deaktiviert und das Display nach wenigen Sekunden abgedunkelt. Damit richtet sich der Luftreiniger ausdrücklich auch an Schlafzimmer.
Der maximale Geräuschpegel liegt laut technischen Produktdaten bei 47 dB.
Ob die angegebenen 18 dB unter realen Schlafzimmerbedingungen erreicht werden und wie viel Luft der Reiniger auf dieser niedrigsten Stufe tatsächlich umsetzt, wäre für einen Test deutlich interessanter als der reine Minimalwert.
PM2.5-Sensor regelt die Leistung automatisch
Der integrierte PM2.5-Sensor überwacht kontinuierlich die Partikelbelastung.
Im Auto-Modus passt der 530S seine Lüftergeschwindigkeit abhängig vom Messwert selbstständig an. Die aktuelle Luftqualität wird sowohl über das Display als auch über den farbigen Ring dargestellt.
Über die DREO-App lassen sich Daten für bis zu 30 Tage auswerten. Damit kann man beispielsweise erkennen, ob die Partikelbelastung regelmäßig beim Kochen ansteigt oder sich zu bestimmten Tageszeiten verändert.
Zeitpläne lassen sich minutengenau erstellen. Alexa und Google Home werden ebenfalls unterstützt.
DREO Air Intelligence soll mehrere Geräte gemeinsam steuern
Der Air Purifier 530S ist allerdings nur ein Teil der größeren IFA-Ankündigung.
Mit DREO Air Intelligence zeigt das Unternehmen erstmals eine Plattform, die verschiedene Geräte für Raumluft und Temperatur miteinander koordinieren soll.
Das System soll dabei nicht nur starre Automationen abarbeiten.
DREO kombiniert dafür Sensordaten mit Modellen zum thermischen Komfort. Eine Rolle spielen die sogenannten PMV- und PPD-Modelle. Diese berücksichtigen nicht nur die reine Raumtemperatur, sondern Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung, Kleidung und Aktivitätsniveau.
Das ist ein sinnvoller Ansatz. 22 Grad fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und fehlender Luftbewegung anders an als bei trockener Luft und leichtem Luftstrom.
Home Wellness Score fasst das Raumklima in einer Zahl zusammen
Ein zentraler Bestandteil von Air Intelligence heißt Home Wellness Score.
DREO fasst dabei mehrere Messbereiche zu einem Wert zwischen 0 und 100 zusammen.
Einbezogen werden:
- thermischer Komfort
- Luftqualität
- Geräuschumgebung
- wasserbezogene Wellness-Daten
Beim thermischen Komfort fließen wiederum Luftfeuchtigkeit, Luftstrom, Aktivität und Kleidung in die Bewertung ein.
Die Idee ist nachvollziehbar. Statt mehrere Temperatur-, Luftqualitäts- und Komfortwerte einzeln zu interpretieren, bekommt der Nutzer eine vereinfachte Gesamtbewertung.
Entscheidend wird sein, wie transparent DREO erklärt, warum ein bestimmter Score erreicht wird. Eine einzelne Zahl hilft wenig, wenn nicht nachvollziehbar ist, welcher Faktor gerade schlecht bewertet wird.
Energy Saving Status soll zeigen, was die Automatik wirklich spart
Eine zweite Funktion heißt Energy Saving Status.
Hier vergleicht DREO den Energieverbrauch mit und ohne KI-Optimierung.
Die Ergebnisse werden unter anderem als:
- eingesparte elektrische Energie
- geschätzte Kosteneinsparung
- vermiedene CO₂-Emissionen
angezeigt.
Das ist interessanter als eine pauschale Aussage, dass ein KI-Modus Strom spart. Nutzer könnten zumindest nachvollziehen, welchen Unterschied die Automatisierung im eigenen Haushalt macht.
Wie genau das Referenzszenario ohne KI berechnet wird, erklärt DREO in den vorliegenden Unterlagen allerdings nicht.
Home Air Pilot übernimmt die automatische Koordination
Der dritte Baustein ist Home Air Pilot.
Dieses System überwacht fortlaufend die Bedingungen im Wohnraum und koordiniert kompatible DREO-Geräte.
Ein denkbares Szenario wäre die Zusammenarbeit von Luftreiniger, Ventilator und Heizgerät. Statt jedes Produkt einzeln zu bedienen, könnte Air Intelligence entscheiden, welches Gerät gerade benötigt wird und mit welcher Einstellung es laufen soll.
DREO betont dabei, dass Nutzer weiterhin eingreifen und persönliche Präferenzen vorgeben können.
Genau dieser Punkt wird für ein automatisiertes Raumklimasystem wichtig. Eine vermeintlich intelligente Steuerung darf nicht dazu führen, dass Nutzer ständig gegen automatische Entscheidungen arbeiten müssen.
Matter öffnet Air Intelligence für weitere Geräte
DREO möchte Air Intelligence nicht ausschließlich auf eigene Hardware beschränken.
Die Plattform soll Matter-fähige Geräte unterstützen. Damit könnten langfristig auch kompatible Produkte anderer Hersteller in das System eingebunden werden.
Für ein echtes Smart-Home-System ist das sinnvoll.
Kaum jemand besitzt ausschließlich Geräte eines einzigen Herstellers. Eine offene Schnittstelle macht deshalb einen größeren Unterschied als noch eine zusätzliche proprietäre App.
Welche Matter-Geräte zum Start tatsächlich eingebunden und wie weit sie gesteuert werden können, nennt DREO allerdings noch nicht.
Whole-Room Heater 720S verändert seinen Luftstrom mechanisch
Auch beim Heizen zeigt DREO eine interessante Konstruktion.
Der DREO Whole-Room Heater 720S besitzt eine motorisierte obere Luftführung. Je nach Betriebsart verändert sie ihre Position und damit die Richtung des Luftstroms.
DREO nennt diese Technik AutoShift 360°.
Das Gerät kann dadurch zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Betriebsarten wechseln:
360° Whole-Room Heating verteilt die warme Luft rund um das Gerät im Raum.
Focused Heating bündelt den Luftstrom stärker in eine bestimmte Richtung, beispielsweise auf einen Schreibtisch oder eine Couch.
Das ist interessanter als eine einfache Oszillation. Der Luftstrom wird nicht nur hin und her bewegt, sondern die Geometrie des Luftauslasses verändert sich mechanisch.
2.000 Watt und Wärme nach rund zwei Sekunden
Für die europäische Version nennt DREO ein 2.000-Watt-PTC-Keramikheizelement.
Zur Verfügung stehen drei Leistungsstufen:
| Merkmal | DREO Whole-Room Heater 720S |
|---|---|
| Maximale Leistung | 2.000 W |
| Weitere Leistungsstufen | 1.400 W / 1.100 W |
| Heiztechnik | PTC-Keramik |
| Aufheizzeit | ca. 2 Sekunden |
| Raumgröße | 15 bis 25 m² |
| Luftstrom 360° | bis 2,9 m/s |
| Luftstrom fokussiert | bis 4,1 m/s |
| Minimaler Geräuschpegel | 25 dB |
| Temperaturbereich | 5 bis 35 °C |
| Temperaturschritte | 1 °C |
| Timer | 1 bis 12 Stunden |
| Gewicht | 3 kg |
Das Hyperamics-System soll bereits nach ungefähr zwei Sekunden warme Luft liefern.
Für das Aufheizen eines kompletten Raums bedeutet das natürlich nicht, dass nach zwei Sekunden überall die gewünschte Temperatur erreicht ist. Die Angabe beschreibt den Zeitpunkt, ab dem das Heizelement warme Luft erzeugt.
360 Grad für den Raum, 4,1 m/s für gezielte Wärme
Im 360-Grad-Modus erreicht der Luftstrom laut DREO maximal 2,9 m/s.
Im fokussierten Modus steigt die Geschwindigkeit auf 4,1 m/s.
Das passt zum jeweiligen Einsatzzweck.
Für die Erwärmung eines Raums soll sich die Luft möglichst gleichmäßig verteilen. Wer dagegen am Schreibtisch sitzt und direkt Wärme möchte, profitiert von einem stärkeren gerichteten Luftstrom.
Der 720S ist laut Hersteller für Räume zwischen 15 und 25 Quadratmetern ausgelegt.
ECO-Modus regelt die Heizleistung automatisch
Die gewünschte Temperatur kann zwischen 5 und 35 Grad Celsius in Schritten von einem Grad eingestellt werden.
Im Energiesparmodus passt der Heater seine Leistung automatisch an die Zieltemperatur an.
DREO spricht von bis zu 40 Prozent Energieeinsparung gegenüber einem Vergleichsbetrieb. Diese Zahl basiert allerdings auf eigenen Tests des Herstellers und lässt sich nicht pauschal auf jeden Raum übertragen.
Bei einem elektrischen Heizgerät entsteht der mögliche Spareffekt nicht durch eine grundsätzlich effizientere Umwandlung von Strom in Wärme. Entscheidend ist vielmehr, wann und mit welcher Leistung geheizt wird.
Eine präzisere Regelung kann deshalb verhindern, dass das Gerät länger mit voller Leistung läuft als notwendig.
25 dB im leisesten Betrieb
Auch beim Heizgerät hebt DREO den Geräuschpegel hervor.
Im niedrigsten Betrieb nennt der Hersteller 25 dB. Das soll den Einsatz im Schlafzimmer oder während der Arbeit ermöglichen.
Ob das Geräusch bei höherer Heizleistung und maximalem Luftstrom deutlich zunimmt, geht aus den vorliegenden Daten nicht hervor.
Acht Schutzmechanismen sollen den Betrieb absichern
Bei einem mobilen Heizgerät ist Sicherheit wichtiger als bei vielen anderen Smart-Home-Produkten.
DREO bündelt seine Maßnahmen unter dem Namen Shield360°.
Genannt werden unter anderem:
- Überhitzungsschutz
- automatische Abschaltung bei 45 Grad Neigung
- isoliertes Gehäuse
- thermisch isolierte Konstruktion
- Kindersicherung
- V-0-Flammschutzmaterial
- spezieller Schutzstecker
- CE-Zertifizierung
Ein farbiges RGB-Licht im unteren Bereich zeigt zusätzlich unterschiedliche Temperaturbereiche an. Die Farben reichen vom blauen Ventilatormodus bis Rot bei höheren eingestellten Temperaturen.
DREO zeigt auch lüfterlose Konvektionsheizung
Der 720S ist nicht die einzige Heiztechnik am IFA-Stand.
DREO zeigt zusätzlich eine neue lüfterlose Konvektionsheizung. Hier soll natürliche Luftzirkulation anstelle eines Ventilators für eine gleichmäßigere und länger anhaltende Wärme sorgen.
Detaillierte Produktdaten oder einen konkreten Modellnamen nennt DREO dazu in den vorliegenden Unterlagen noch nicht.
DREO wächst in Europa deutlich
Der IFA-Auftritt fällt auch deshalb größer aus, weil Europa für DREO inzwischen ein wichtiger Markt geworden ist.
Im ersten Halbjahr 2026 stieg das Verkaufsvolumen in Europa nach Unternehmensangaben gegenüber dem Vorjahr um 142 Prozent. Der Umsatz legte um 156 Prozent zu. DREO ist inzwischen über 71 Vertriebskanäle in 16 europäischen Ländern vertreten.
In Deutschland nennt das Unternehmen unter anderem Expert, Euronics und MediaMarkt als Handelspartner.
DREO gibt zudem an, im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland mehr als 200.000 Geräte online verkauft zu haben.
Damit wird verständlicher, warum der Hersteller seine Präsenz auf einer europäischen Messe deutlich ausbaut.
Preise und Marktstart sind noch offen
Für die beiden interessantesten Neuheiten gibt es allerdings noch eine wichtige Lücke.
In den vorliegenden IFA-Unterlagen nennt DREO keine finalen deutschen Preise für den Air Purifier 530S oder den Whole-Room Heater 720S. Auch ein genauer deutscher Verkaufstermin wird nicht genannt.
Beim Air Purifier 530S existieren bereits Produkt- und Handelslinks in den bereitgestellten technischen Daten, die Presseunterlagen selbst enthalten jedoch keine verbindliche Preisangabe.
Für eine Kaufentscheidung bleibt deshalb abzuwarten, wie DREO die beiden Geräte in Deutschland positioniert.
PixelFlow-Einordnung
DREOs IFA-Auftritt 2026 ist interessanter als eine reine Sammlung neuer Luftreiniger und Heizgeräte.
Beim Air Purifier 530S sind die technischen Daten zunächst solide. 221 m³/h CADR, HEPA-Pro-Filter, 18 dB im Schlafmodus und die kontinuierliche PM2.5-Messung ergeben ein nachvollziehbares Gesamtpaket. Die RGBIC-Beleuchtung ist eher ein Zusatz, kann aber zumindest gleichzeitig als sichtbare Luftqualitätsanzeige dienen.
Beim Whole-Room Heater 720S gefällt mir die mechanische Umschaltung des Luftstroms. Ein Gerät, das gezielt eine Person wärmen oder seine Wärme rundum im Raum verteilen kann, löst ein reales Problem besser als eine reine App-Funktion.
Die größere Geschichte ist aber Air Intelligence.
DREO versucht, aus Luftreiniger, Heizung und weiteren Raumklimageräten ein gemeinsames System zu machen. Home Wellness Score, automatische Energiesteuerung und Home Air Pilot klingen sinnvoll, wenn die zugrunde liegenden Messwerte transparent bleiben und Automationen nachvollziehbar sind.
Matter ist dabei der richtige Schritt. Ein Raumklimasystem wird wesentlich interessanter, wenn es nicht davon abhängt, dass jedes einzelne Gerät dasselbe Logo trägt.
Ob DREO Air Intelligence im Alltag wirklich einen Unterschied macht, wird deshalb weniger von der Bezeichnung KI abhängen. Entscheidend ist, ob das System Temperatur, Luftqualität und Energieverbrauch tatsächlich besser koordiniert als eine Sammlung einzelner Automationen.