Ein Dock mit vielen Anschlüssen ist für kreative Arbeitsplätze nichts Besonderes mehr. Pexar geht auf der IFA 2026 deshalb einen Schritt weiter: Das neue PexarBolt Ultra kombiniert Thunderbolt 5, 22 Anschlüsse und ein fünf Zoll großes Touchdisplay zur Überwachung des gesamten Docks.
Parallel erweitert die Lexar-Marke ihr Angebot digitaler Bilderrahmen. Der neue VivKeep Pro 12,5 Zoll setzt auf ein 2K-Display im klassischen Fotoformat 4:3.
PexarBolt Ultra setzt auf Thunderbolt 5
Das PexarBolt Ultra TBT5 Dock richtet sich klar an Nutzer, die große Datenmengen bewegen, mehrere Displays betreiben oder Kameras und schnelle Speichermedien direkt am Arbeitsplatz anschließen.
Thunderbolt 5 ermöglicht laut Pexar eine Bandbreite von 80 Gbit/s. Im sogenannten Bandwidth-Boost-Modus sind bis zu 120 Gbit/s möglich.
Das dürfte vor allem bei hochauflösenden Monitoren und schnellen externen SSDs interessant sein. Das Dock unterstützt zwei Displays mit jeweils bis zu 8K bei 60 Hz.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
- Thunderbolt 5 mit 80 Gbit/s
- bis zu 120 Gbit/s im Bandwidth-Boost-Modus
- 22 Anschlüsse
- zwei 8K-Monitore mit 60 Hz
- CFexpress Typ B
- M.2-NVMe-SSD-Steckplatz
- 10-Gigabit-Ethernet
- UHS-II SD und microSD 4.0
- bis zu 140 Watt Ladeleistung für den angeschlossenen Rechner
- 240 Watt Gesamtleistung über GaN-Technik
- aktive Kühlung
Damit geht das PexarBolt Ultra deutlich über klassische USB-C-Docks hinaus.
Das Touchdisplay zeigt, was im Dock passiert
Das auffälligste Merkmal sitzt direkt auf der Oberseite. Pexar integriert ein fünf Zoll großes Touch-Control-Dashboard.
Darüber lassen sich Portstatus, Übertragungsgeschwindigkeit, Stromversorgung, Temperatur und Netzwerkleistung kontrollieren.
Das klingt zunächst nach einer Spielerei, könnte bei einem professionellen Arbeitsplatz aber durchaus praktisch sein. Wer mehrere Speichermedien, Displays und Netzwerkverbindungen gleichzeitig nutzt, kann direkt erkennen, welcher Anschluss aktiv ist und welche Leistung gerade anliegt.
Auch die Temperaturanzeige passt zum Konzept. Pexar verwendet eine aktive Kühlung und zeigt deren Werte direkt auf dem Display an.
Für das Dock erhielt Pexar auf der IFA 2026 einen IFA Innovation Award in der Kategorie Content Creation Technology.
22 Anschlüsse ersetzen fast einen ganzen Schreibtisch voller Adapter
Pexar bezeichnet die Anschlussausstattung als 22-in-1 Pro Port Matrix. Interessant ist dabei weniger die reine Zahl als die Auswahl der Schnittstellen.
CFexpress Typ B spricht beispielsweise Fotografen und Videoproduzenten an, die große Datenmengen von Kameras übertragen. Der interne M.2-Steckplatz ermöglicht wiederum, eine NVMe-SSD direkt im Dock zu nutzen.
10-Gigabit-Ethernet dürfte für Nutzer mit NAS-Systemen interessant sein. In Kombination mit Thunderbolt 5 kann das Dock damit zur zentralen Verbindung zwischen Notebook, Netzwerk, Displays und lokalem Speicher werden.
Mit 140 Watt Power Delivery 3.1 lässt sich auch ein leistungsstärkeres Notebook über das Dock versorgen. Insgesamt stehen laut Pexar bis zu 240 Watt Leistung zur Verfügung.
VivKeep Pro 12,5 Zoll setzt auf das klassische Fotoformat
Das zweite neue Produkt verfolgt einen deutlich anderen Ansatz.
Der Pexar VivKeep Pro 12,5 Zoll ist ein digitaler Bilderrahmen mit einem nativen Seitenverhältnis von 4:3. Das ist sinnvoll, weil viele Fotos näher an diesem Format liegen als an den breiten 16:9-Displays mancher Bilderrahmen.
Die Auflösung beträgt 2.120 × 1.590 Pixel bei 212 Pixeln pro Zoll. Insgesamt kommt das Display damit auf rund 3,4 Millionen Bildpunkte.
Pexar verwendet ein laminiertes IPS-Panel mit geätztem, blendfreiem Glas. Der Betrachtungswinkel liegt bei 170 Grad.
Dazu kommen:
- Touchscreen
- automatische Helligkeitsanpassung
- lokaler Speicher
- Übertragung per App
- Unterstützung für SD-Karten
- USB-Übertragung
- Nutzung auch ohne WLAN
Gerade die Möglichkeit, Bilder ohne permanente Internetverbindung einzuspielen, gefällt mir. Ein digitaler Bilderrahmen muss aus meiner Sicht nicht zwangsläufig dauerhaft mit einem Cloud-Dienst verbunden sein.
Was gut klingt und was noch offen bleibt
Das PexarBolt Ultra ist technisch das interessantere der beiden Produkte. Thunderbolt 5, 10-Gigabit-Ethernet, ein M.2-Steckplatz und CFexpress Typ B ergeben eine Ausstattung, die klar auf anspruchsvolle Arbeitsplätze zugeschnitten ist.
Das Display könnte dabei mehr als ein optischer Zusatz sein. Entscheidend wird sein, wie viele Funktionen sich tatsächlich direkt darüber steuern lassen und wie übersichtlich Pexar die Informationen darstellt.
Eine wichtige Angabe fehlt bislang allerdings: der reguläre Verkaufspreis. Gerade bei einem Dock mit Thunderbolt 5 und dieser Anschlussausstattung dürfte der Preis für die Kaufentscheidung eine große Rolle spielen.
Beim VivKeep Pro ist das Konzept einfacher. 2K-Auflösung, 4:3-Format und lokaler Speicher passen gut zu einem digitalen Bilderrahmen.
Für wen lohnt sich das PexarBolt Ultra?
Das Dock richtet sich vor allem an Fotografen, Videoproduzenten und andere Nutzer, die viele schnelle Geräte an einem Notebook betreiben.
Wer lediglich Monitor, Maus und externe SSD anschließen möchte, dürfte mit einem deutlich günstigeren USB-C-Dock auskommen.
Der VivKeep Pro wiederum ist für Nutzer interessant, die Fotos ohne ständige Cloud-Verbindung präsentieren möchten und Wert auf ein Display im klassischen Fotoformat legen.
PixelFlow-Einordnung
Pexar zeigt auf der IFA 2026 zwei sehr unterschiedliche Produkte. Das PexarBolt Ultra TBT5 Dock fällt durch Thunderbolt 5, 22 Anschlüsse und das integrierte Touchdisplay auf und könnte für anspruchsvolle Desktop-Setups interessant werden.
Der VivKeep Pro 12,5 Zoll verfolgt einen ruhigeren Ansatz und kombiniert ein hochauflösendes 4:3-Display mit lokaler Speicherung.
Das PexarBolt Ultra startet am 8. September 2026 zunächst über Kickstarter zu Early-Bird-Preisen. Für die Kampagne kann man sich bereits registrieren. Der VivKeep Pro 12,5 Zoll ist seit dem 4. September 2026 über Amazon und Pexar erhältlich. Einen Preis nennt Pexar in der vorliegenden Ankündigung nicht.