Logitech Spotlight 2: Dieser Presenter will mehr sein als nur ein Klicker

Wer regelmäßig Präsentationen hält, kennt das Problem: Die meisten Presenter können Folien vor und zurück schalten, mehr aber auch nicht. Gerade bei hybriden Meetings oder größeren Präsentationen fehlt oft eine Möglichkeit, Inhalte gezielt hervorzuheben, ohne ständig zur Maus greifen zu müssen. Logitech will genau das mit dem neuen Spotlight 2 lösen.

Der neue Presenter kombiniert klassische Steuerung mit digitalen Hervorhebungen, haptischem Feedback und individuell anpassbaren Funktionen. Die Frage ist allerdings, ob diese Extras den hohen Preis von knapp 130 Euro rechtfertigen.

Was steckt wirklich drin?

Auf den ersten Blick sieht der Spotlight 2 wie ein hochwertiger Presenter aus. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal liegt jedoch in den zusätzlichen Funktionen.

Statt nur einen Laserpointer anzubieten, integriert Logitech mehrere Möglichkeiten, Inhalte sichtbar hervorzuheben. Dazu gehören Spotlight, Magnify, Squarelight, Annotate sowie ein digitaler Pointer. Ergänzt wird das Ganze durch einen Laser der Klasse 1.

Das bedeutet für dich: Du kannst bestimmte Bereiche einer Folie markieren, vergrößern oder hervorheben, ohne ständig zwischen Presenter und Maus wechseln zu müssen. Gerade bei Online-Präsentationen oder hybriden Meetings kann das deutlich angenehmer sein als ein klassischer Laserpointer.

Interessant ist auch die neue drucksensitive Taste. Logitech hat die Bedienung so ausgelegt, dass der Daumen die Haupttaste automatisch findet. Dadurch musst du während eines Vortrags nicht auf das Gerät schauen und kannst den Blickkontakt zum Publikum halten.

Eine ungewöhnliche Funktion ist die integrierte Atemübung vor dem Auftritt. Über sanfte Vibrationen soll der Presenter helfen, die Atmung zu beruhigen und etwas entspannter in die Präsentation zu starten. Das klingt zunächst ungewöhnlich, dürfte aber bei vielen Menschen einen echten Nerv treffen. Lampenfieber gehört schließlich selbst bei erfahrenen Rednern oft dazu.

Die wichtigsten technischen Daten

Spotlight 2 bietet einige Funktionen, die über das hinausgehen, was günstige Presenter normalerweise liefern:

  • Bluetooth-Verbindung und Logi Bolt USB-C-Empfänger
  • Bis zu 30 Meter Reichweite
  • Unterstützung für PowerPoint, Google Slides und Keynote
  • Kompatibel mit Windows und macOS
  • Bis zu drei Monate Akkulaufzeit pro Ladung
  • Eine Minute Ladezeit für bis zu drei Stunden Präsentationszeit
  • Individuell belegbare Aktionstaste
  • Digitale Hervorhebungen und Laserpointer
  • Haptisches Feedback während Präsentationen

Besonders praktisch wirkt die frei belegbare Aktionstaste. Über die Logi Options+ Software kannst du beispielsweise Präsentationen starten, den Bildschirm schwarz schalten oder das Mikrofon stummschalten.

Das macht Spotlight 2 eher zu einer kleinen Präsentationszentrale als zu einem simplen Folienklicker.

Was gut klingt und was fraglich bleibt

Auf dem Papier macht Logitech vieles richtig. Die Kombination aus Laserpointer, digitalen Hervorhebungen und frei programmierbaren Funktionen hebt Spotlight 2 deutlich von günstigen Standard-Presentern ab.

Vor allem für hybride Meetings dürfte das Konzept sinnvoll sein. Ein klassischer Laserpointer funktioniert bei einer Videokonferenz oft nur eingeschränkt, digitale Hervorhebungen dagegen sehen alle Teilnehmer direkt auf dem Bildschirm.

Spannend ist auch das haptische Feedback. Logitech versucht damit, ein Problem anzugehen, das in technischen Datenblättern normalerweise gar nicht auftaucht: Nervosität vor einem Vortrag.

Fraglich bleibt allerdings, wie viele Nutzer diese Funktion tatsächlich regelmäßig verwenden werden. Für manche dürfte die Atemhilfe hilfreich sein, andere werden sie wahrscheinlich nur einmal ausprobieren.

Der größte Kritikpunkt ist der Preis. Mit einer UVP von 129,99 Euro bewegt sich Spotlight 2 deutlich über vielen anderen Presentern am Markt. Wer lediglich Folien vor und zurück schalten möchte, findet deutlich günstigere Alternativen.

Für wen lohnt sich Spotlight 2?

Spotlight 2 richtet sich klar an Menschen, die regelmäßig präsentieren.

Wenn du häufig Schulungen gibst, Vorträge hältst oder Kundenpräsentationen durchführst, könnten die zusätzlichen Hervorhebungsfunktionen einen echten Mehrwert bieten. Gerade Trainer, Dozenten und Berater profitieren davon, Inhalte gezielter zu lenken.

Auch für hybride Arbeitsmodelle wirkt das Konzept sinnvoll. Wer oft zwischen Videokonferenz, Meetingraum und Kundenpräsentation wechselt, bekommt hier mehr Möglichkeiten als mit einem klassischen Presenter.

Weniger interessant ist Spotlight 2 für Gelegenheitsnutzer. Wenn du nur ein paar Mal im Jahr eine Präsentation hältst, dürfte der Funktionsumfang den Preis kaum rechtfertigen.

Nachhaltigkeit bleibt ein Thema

Wie bei vielen aktuellen Produkten setzt Logitech auch beim Spotlight 2 auf recycelte Materialien. Die Kunststoffteile bestehen laut Hersteller zu 43 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Das Aluminium wird mit erneuerbarer Energie hergestellt und die Verpackung stammt aus FSC-zertifizierten Quellen.

Das wird vermutlich kein Kaufargument sein, zeigt aber, dass Logitech diesen Bereich inzwischen bei nahezu allen neuen Geräten berücksichtigt.

PixelFlow-Einordnung

Der Spotlight 2 gehört nicht zur Kategorie „Presenter für jeden“. Logitech richtet sich klar an Nutzer, die regelmäßig vor Menschen präsentieren und mehr wollen als einen simplen Folienklicker.

Die digitalen Hervorhebungen wirken durchdacht und passen gut in moderne hybride Arbeitsumgebungen. Auch die frei belegbaren Funktionen können den Alltag von Vielpräsentierern spürbar vereinfachen.

Ob die Atemhilfe und das haptische Feedback langfristig genutzt werden, bleibt abzuwarten. Die eigentliche Stärke des Spotlight 2 liegt aus unserer Sicht bei den erweiterten Präsentationswerkzeugen. Wer häufig präsentiert, findet hier eines der interessantesten Modelle der letzten Jahre. Für gelegentliche PowerPoint-Nutzer dürfte der Preis von 129,99 Euro dagegen schwerer zu rechtfertigen sein.

LarsStephan
Ich bin Technik-Enthusiast, Digital-Nerd und kreativer Kopf hinter PixelFlow.eu – einem Online-Magazin, das Technik nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Mit einem Gespür für Trends, einem Faible für smarte Lösungen wie Balkonkraftwerke und einem offenen Blick für alles, was sich durch Strom, Daten und Innovation antreiben lässt, schreibe ich unterhaltsam und journalistisch über das, was die Tech-Welt bewegt. Ob Produkttest, Event oder Branchen-Insight – mein Ziel ist es, Technik verständlich, relevant und mit einem Augenzwinkern rüberzubringen. Für Early Adopters genauso wie für Alltagsnutzer.

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