Die CES ist jedes Jahr voll mit Gaming-Hardware. Neue GPUs, schnellere Displays, noch mehr RGB. Und trotzdem gibt es nur wenige Momente, in denen man beim Lesen sofort merkt: Das ist nicht nur ein Refresh, das ist eine Idee. Genau so ein Moment ist Lenovos Auftritt auf der CES 2026.
Lenovo bringt Updates für Legion und LOQ, zeigt neue Handheld-Power mit SteamOS und legt mit einem Proof of Concept nach, der sich wie Zukunft anfühlt: ein Legion Pro Rollable Concept, dessen Display von 16 Zoll auf bis zu 24 Zoll ausrollt. Nicht als Gimmick, sondern als Antwort auf ein sehr reales Problem im E-Sport: Training unterwegs, aber bitte unter Wettkampfbedingungen.
Inhaltsverzeichnis
- Legion Pro Rollable Concept: Groß trainieren, klein reisen
- AI Engine+ und Smart FPS: Performance, wenn es wirklich zählt
- Legion Go mit SteamOS: Handheld, aber mit „Konsole drin“
- Legion 7a, Legion 5 und LOQ: Gaming für verschiedene Realitäten
- Proof of Concept Nummer 2: AI Frame Gaming Display
- Kurzvergleich: Wer bekommt was im Lenovo Gaming Line-up 2026?
- PixelFlow-Einordnung
Legion Pro Rollable Concept: Groß trainieren, klein reisen
E-Sport findet auf großen Screens statt. Wer auf Turnieren an 24-Zoll-Setups spielt, will genau das auch im Training. Nur ist Reisen mit einem externen Monitor das Gegenteil von „praktisch“. Lenovos Ansatz ist radikal simpel: Der Monitor kommt mit, aber er steckt im Laptop.
Das Rollable-Display startet im Fokusmodus bei 16 Zoll, wird im Tactical-Modus auf 21,5 Zoll erweitert und kann im Arena-Modus auf volle 24 Zoll gehen. Der Clou ist nicht nur die Größe, sondern die Idee dahinter: Trainingssituationen lassen sich anpassen. Reflexe, periphere Wahrnehmung, Teamkoordination. Alles bekommt den passenden Screen-Modus.
Technisch setzt Lenovo hier auf ein doppelmotoriges, spannungsbasiertes Rollsystem, das gleichmäßige Spannung über das Panel halten soll. Dazu kommen reibungsarme Materialien, die das OLED-Panel beim Ausrollen schützen. Kurz gesagt: Das Konzept ist nicht „Display fährt raus“, sondern „Display soll das dauerhaft können“.
AI Engine+ und Smart FPS: Performance, wenn es wirklich zählt
Gaming-Laptops sind schnell. Die Frage ist, ob sie in stressigen Momenten stabil bleiben. Lenovo setzt hier auf Lenovo AI Engine+ und das LA-Core-Konzept, um Szenarien in Echtzeit zu erkennen, Ressourcen clever zu verteilen und FPS stabil zu halten.
Das ist genau die Art KI, die man als Gamer will: nicht als Overlay, nicht als Assistent, sondern als unsichtbarer Performance-Manager. Gerade in kompetitiven Titeln ist Konstanz häufig wichtiger als Peak-Werte.
Legion Go mit SteamOS: Handheld, aber mit „Konsole drin“
Lenovo geht beim Handheld einen spannenden Schritt und bringt das Legion Go, powered by SteamOS. Das Ziel ist klar: weniger Windows-Reibung, mehr „einschalten und spielen“. SteamOS steht für ein konsolenartiges Erlebnis, optimiert für Controller, mit schnellem Resume, Cloud-Saves, zentraler Library und direktem Zugang zum Steam-Universum.
Das trifft einen Nerv. Denn viele mobile Gamer wollen Leistung, aber ohne Desktop-Gefühl. Lenovo positioniert das Legion Go damit als ernsthaften „Unterwegs-PC“, der sich wie eine Konsole anfühlt.
Legion 7a, Legion 5 und LOQ: Gaming für verschiedene Realitäten
Nicht jeder braucht ein Concept. Die meisten brauchen ein Gerät, das Studium, Streaming und AAA-Gaming kombiniert. Genau hier setzt Lenovo mit dem Legion 7a an: neue Ryzen AI 400 Prozessoren, RTX-50-Serie, Copilot+ PC-Ansatz und ein Gehäuse, das leichter und dünner werden soll.
Darunter reiht sich die aktualisierte Legion-5-Serie ein, als Allrounder für Gaming plus Projekte. Und mit LOQ adressiert Lenovo die Gruppe, die ein seriöses Gaming-Notebook will, das gleichzeitig für Uni und Alltag funktioniert. Entscheidend ist, dass Lenovo das Portfolio nicht nur nach Preis staffelt, sondern nach Nutzertyp.
Proof of Concept Nummer 2: AI Frame Gaming Display
Neben dem rollbaren Laptop zeigt Lenovo ein weiteres Konzept, das besonders für kompetitives Spielen interessant ist: ein Display mit KI-Funktionen, die Sichtbarkeit und Orientierung verbessern sollen. Beispielsweise durch Szenenerkennung, Vergrößerungen relevanter Bildbereiche oder dynamische Hinweise in schwierigen Passagen.
Wichtig ist hier weniger, ob jedes Feature sofort perfekt ist. Entscheidend ist die Richtung: Lenovo denkt Gaming-Displays nicht nur als Panel, sondern als aktives Trainingstool.
Kurzvergleich: Wer bekommt was im Lenovo Gaming Line-up 2026?
| Zielgruppe | Produkt / Ansatz | Warum das interessant ist |
|---|---|---|
| E-Sport und Training unterwegs | Legion Pro Rollable Concept | 16 bis 24 Zoll je nach Trainingsmodus, ohne externen Monitor |
| Mobile Gamer | Legion Go mit SteamOS | Konsolenartiges Erlebnis, Steam-Bibliothek, weniger Setup-Aufwand |
| Gamer plus Studium / Streaming | Legion 7a | Multitasking-Fokus mit aktueller Plattform und hoher Gaming-Performance |
| Allround Gaming | Legion 5 Serie | Balance aus Leistung, Mobilität und Alltagsnutzen |
| Preisbewusste Gamer / Studierende | LOQ Serie | Gaming-fähig, aber auf Alltag und Budget ausgerichtet |
PixelFlow-Einordnung
Lenovo liefert auf der CES 2026 einen Auftritt, der sich nicht nach Pflichtprogramm anfühlt. Das Legion Pro Rollable Concept ist mutig, aber nicht albern. Es adressiert einen echten Use Case und denkt E-Sport-Training neu. Gleichzeitig zeigt Lenovo mit SteamOS auf dem Legion Go, dass mobile Gaming-Hardware nicht nur schnell sein muss, sondern auch einfach.
Und genau das ist 2026 der Unterschied: nicht nur mehr Leistung, sondern weniger Reibung. Mehr Anpassung. Mehr Flow.