TCL zeigt neue NXTPAPER Geräte, AR-Brillen und Wearables und will im Alltag deutlich sichtbarer werden

Bei TCL ging es in Paris längst nicht nur um Fernseher, Soundbars und Monitore. Ein weiterer Teil der Präsentation drehte sich um mobile Geräte, Wearables und Produkte für unterwegs. Genau dieser Bereich ist interessant, weil er zeigt, dass TCL sich breiter im Alltag platzieren will. Nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Tasche, am Handgelenk, auf dem Schreibtisch und unterwegs.

Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die neuen NXTPAPER-Geräte. TCL setzt hier weiter auf Displays, die augenschonender wirken und sich etwas stärker von klassischen, spiegelnden Bildschirmen abheben sollen. Dazu kommen AR-Brillen von RayNeo, neue Audio-Wearables und eine Kinder-Smartwatch. Das Ganze wirkt wie der Versuch, nicht nur einzelne Technikprodukte zu verkaufen, sondern sich Stück für Stück in mehreren Alltagsbereichen festzusetzen.

Das NXTPAPER 70 Pro soll Smartphone und augenschonendes Display stärker zusammenbringen

Beim TCL NXTPAPER 70 Pro steht klar das Display im Mittelpunkt. TCL beschreibt das Smartphone mit einer 6,9-Zoll-NXTPAPER-Anzeige, die durch weniger Blaulicht und eine entspiegelte Oberfläche angenehmer für die Augen sein soll. Dazu kommt eine spezielle NXTPAPER-Taste, über die sich ein MAX INK MODE aktivieren lässt. Die Idee dahinter ist ziemlich klar: Das Gerät soll in bestimmten Situationen eher wie ein ruhigeres, papierähnlicheres Display wirken und digitale Reizüberflutung etwas reduzieren.

In der übergreifenden Mitteilung nennt TCL beim 70 Pro zusätzlich eine 50-Megapixel-Kamera, MediaTek Dimensity 7300, IP68-Schutz und einen größeren Fokus auf KI-Funktionen. Das zeigt ganz gut, wohin das Gerät will. Es soll eben nicht nur über das Display verkaufen, sondern als modernes Smartphone ernst genommen werden, das den Spagat zwischen Alltag, Medienkonsum und etwas angenehmerer Darstellung schaffen soll.

Genau das ist auch der interessante Punkt an NXTPAPER. TCL versucht hier nicht, ein klassisches E-Ink-Gerät zu bauen. Stattdessen geht es um ein normales Mobilgerät, das den Bildschirm in bestimmten Bereichen entschärfen soll. Für Leute, die viel lesen, unterwegs arbeiten oder lange aufs Display schauen, kann das durchaus ein echtes Argument sein.

Das Note A1 NXTPAPER zielt klar auf Lesen, Schreiben und produktives Arbeiten

Neben dem Smartphone hat TCL auch das Note A1 NXTPAPER vorgestellt. Das Gerät wird als Tablet beziehungsweise eNote mit Fokus auf ein papierähnliches Nutzungserlebnis beschrieben. TCL nennt eine 16,7-Millionen-Farbdarstellung, 120 Hz, Anti-Glare-Eigenschaften, spezielle Schutzverglasung, KI-Funktionen, Cloud-Apps, T-PEN Pro und ein Flip-Case. Das Ganze klingt ziemlich klar nach einem Gerät für Leute, die lesen, notieren, schreiben und organisiert arbeiten möchten.

In der übergreifenden Pressemitteilung geht TCL bei den Display-Eigenschaften noch etwas weiter und spricht von deutlich reduzierten Reflexionen und weniger Blendung. Gerade bei Tablets ist das wichtiger, als es oft klingt. Viele Geräte sind technisch stark, werden aber bei längerer Nutzung anstrengend, weil das Panel spiegelt oder bei hellem Licht schnell unangenehm wird. TCL versucht genau an dieser Stelle anzusetzen und das Tablet stärker als Arbeits- und Lesegerät zu positionieren.

Für PixelFlow ist das redaktionell spannend, weil sich hier nicht nur ein klassischer Produktnews-Ansatz anbietet. Das Thema berührt auch größere Fragen wie augenschonende Displays, digitale Konzentration und Geräte, die eher auf längere Nutzung als auf reine Spezifikations-Show ausgelegt sind.

Der PlayCube geht bei Projektoren bewusst einen anderen Weg

Mit dem PlayCube zeigt TCL auch einen Projektor, der bewusst etwas verspielter gedacht ist. Laut Unterlagen ist das Gerät vom Rubik’s Cube inspiriert, nutzt DLP-Technik, projiziert in Full HD und hat ein drehbares 90-Grad-Design für Wand- und Deckenprojektion. Dazu kommen 750 ISO-Lumen und ein integrierter Akku für bis zu drei Stunden Laufzeit.

Das ist kein typischer Heimkino-Bolide, sondern eher ein Produkt für flexible Nutzung in kleineren Setups, für spontane Filmabende oder für Leute, die kein festes Projektor-System aufbauen wollen. Genau deshalb passt der PlayCube auch gut in diesen Themenblock. TCL versucht hier sichtbar, Technik etwas mobiler, unkomplizierter und alltagstauglicher zu machen.

RayNeo will AR-Brillen aus der Nische holen

Noch futuristischer wirken die beiden RayNeo-Modelle Air 4 Pro und X3 Pro. Bei der Air 4 Pro spricht TCL von der ersten AR-Brille mit HDR10 auf einem Dual-Micro-OLED-Display. Genannt werden 120 Hz, 1200 Nits und eine virtuelle Bildschirmgröße von 201 Zoll. Dazu kommt Sound, der zusammen mit Bang & Olufsen entwickelt wurde. Das Ganze zielt klar auf mobiles Entertainment und Gaming unterwegs.

Die X3 Pro geht noch einen Schritt weiter. TCL beschreibt sie als erste Standalone-AR-Brille mit binokularem Vollfarb-MicroLED-Display und 6000 Nits Helligkeit. Dazu kommen Snapdragon AR1, Echtzeit-Übersetzung, 3D-Navigation und eine 12-Megapixel-Kamera. Das ist deutlich stärker als Technikvision positioniert und soll zeigen, wohin vernetzte Geräte in den nächsten Jahren laufen könnten.

Für den breiten Alltag sind solche Produkte heute noch kein Massenmarkt. Für eine Magazinmarke wie PixelFlow sind sie trotzdem spannend, weil sie genau an der Schnittstelle zwischen alltagstauglicher Unterhaltung und Technik von morgen sitzen. Gerade die Frage, wie tragbare Displays, KI und Navigation zusammenwachsen, wird in den nächsten Jahren eher größer als kleiner werden.

CrystalClip und die Kids Watch zeigen TCLs Alltagsschiene

Neben AR und NXTPAPER zeigt TCL auch Produkte, die viel direkter auf typische Alltagsnutzung zielen. Die TCL CrystalClip sind offene Clip-Kopfhörer mit nur 5,5 Gramm Gewicht, 360-Grad-Sound, bis zu 36 Stunden Akkulaufzeit sowie Funktionen wie Echtzeit-Übersetzung und Sprachassistent. TCL versucht also auch im Audio-Bereich Produkte anzubieten, die leicht, unauffällig und möglichst unkompliziert im Alltag funktionieren sollen.

Dazu kommt die TCL MOVETIME Family Watch 48 beziehungsweise MT48. Die Kinder-Smartwatch setzt laut Unterlagen auf 4G, Videoanrufe, GPS-Ortung, Sicherheitszonen, SOS-Funktion, robuste Bauweise und eine Laufzeit von bis zu 2,5 Tagen. Das ist ein Produktfeld, das in vielen Familien inzwischen deutlich relevanter geworden ist, weil Eltern erreichbar bleiben möchten, ohne Kindern direkt ein komplettes Smartphone in die Hand zu geben.

Gerade solche Produkte zeigen, dass TCL nicht nur auf Technikbegeisterte mit großem Heimkino zielt. Die Marke versucht sichtbar, auch in sehr normalen Alltagsfragen stattzufinden.

Was hinter diesem Teil der TCL-Strategie steckt

Wenn man Smartphone, Tablet, Projektor, AR-Brillen, Kopfhörer und Kinderuhr zusammen betrachtet, wird die Linie ziemlich klar. TCL will sich nicht nur als Bildschirmmarke im Wohnzimmer etablieren, sondern als Technikmarke für mehrere Nutzungsmomente im Tag. Morgens vielleicht das Tablet zum Schreiben, unterwegs das Smartphone, abends der Fernseher und dazwischen Audio, Wearables oder ein Projektor für flexiblere Nutzung.

Genau darin steckt auch der eigentliche Reiz dieses Produktblocks. TCL baut sich Schritt für Schritt eine größere Präsenz im Alltag auf. Nicht jedes dieser Geräte wird sofort für jeden relevant sein. Zusammen zeigen sie aber sehr deutlich, wohin die Marke will.

Was von NXTPAPER, RayNeo und den Wearables hängen bleibt

Der spannendste Punkt an diesem Teil des Paris-Launches ist die Mischung aus praktischer Alltagsnutzung und vorsichtigem Blick nach vorn. Das NXTPAPER 70 Pro und das Note A1 NXTPAPER wirken wie Geräte, die ein reales Problem angehen wollen, nämlich anstrengende Displays bei langer Nutzung. RayNeo bringt die Zukunftsschiene mit AR stärker ins Spiel. CrystalClip und Kids Watch decken die direkteren Alltagsprodukte ab.

Für PixelFlow ist das ein dankbarer Themenblock, weil er sich nicht nur als reine Produktnews erzählen lässt. Dahinter steckt auch die größere Frage, wie TCL sich vom TV-Hersteller zur breiteren Technikmarke entwickelt. Und genau diese Entwicklung wird mit solchen Geräten ziemlich gut sichtbar.

LarsStephan
Ich bin Technik-Enthusiast, Digital-Nerd und kreativer Kopf hinter PixelFlow.eu – einem Online-Magazin, das Technik nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht. Mit einem Gespür für Trends, einem Faible für smarte Lösungen wie Balkonkraftwerke und einem offenen Blick für alles, was sich durch Strom, Daten und Innovation antreiben lässt, schreibe ich unterhaltsam und journalistisch über das, was die Tech-Welt bewegt. Ob Produkttest, Event oder Branchen-Insight – mein Ziel ist es, Technik verständlich, relevant und mit einem Augenzwinkern rüberzubringen. Für Early Adopters genauso wie für Alltagsnutzer.

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