TCL hat in Paris seine neue Produktpalette für 2026 vorgestellt und macht dabei ziemlich klar, wo die Reise hingehen soll. Mehr große Fernseher, mehr Mini LED, mehr Geräte rund um Gaming, Audio und vernetzten Alltag. Das Line-up ist breit aufgestellt und reicht von neuen Premium-TVs über Monitore und Soundbars bis hin zu Smartphones, Tablets, Klimageräten und Waschmaschinen.
Im Mittelpunkt stehen die neuen SQD Mini LED Fernseher. TCL setzt 2026 vor allem auf drei Modelle, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen. Ganz oben steht der X11L als Flaggschiff, darunter folgt der C8L für den gehobenen Bereich und der C7L als Modell für alle, die starke Technik wollen, aber nicht direkt ganz oben einsteigen möchten. Dazu kommt mit dem A400 Pro NXTVISION TV noch ein Gerät, das Bildqualität und Wohnraum stärker zusammenbringen soll.
Inhaltsverzeichnis
- Der X11L soll zeigen, was bei TCL gerade technisch machbar ist
- Der C7L dürfte für viele der interessantere Fernseher sein
- Mit dem A400 Pro will TCL raus aus der Technik-Ecke
- TCL denkt 2026 nicht nur in Fernsehern
- Smartphones, Tablets und Smart Home gehören längst mit dazu
- Was von der Vorstellung hängen bleibt
Der X11L soll zeigen, was bei TCL gerade technisch machbar ist
Der X11L ist klar das Gerät, mit dem TCL Aufmerksamkeit erzeugen will. Laut den Unterlagen arbeitet der Fernseher mit bis zu 20.736 Dimming-Zonen, erreicht bis zu 10.000 Nits Spitzenhelligkeit und unterstützt 100 Prozent BT.2020. Dazu kommen 144 Hz, ein besonders flaches Gehäuse und Sound von Bang & Olufsen. TCL positioniert den X11L damit ganz offen als TV für große Heimkino-Setups, bei denen Bild, Größe und Klang gleichermaßen wichtig sind. Angeboten wird das Modell in 75, 85 und 98 Zoll.
Spannend ist dabei vor allem, dass TCL das Thema große Displays weiter nach vorne schiebt. Der Hersteller verweist selbst darauf, dass größere Bildschirmdiagonalen in Europa immer gefragter werden. Genau da setzt der X11L an. Er soll sehr helle HDR-Inhalte sauber darstellen, dunkle Bildbereiche besser kontrollieren und auch bei seitlicher Sicht stabil bleiben. Für Sport und Gaming dürfte die 144-Hz-Unterstützung der Punkt sein, den viele direkt auf dem Schirm haben werden.
Der C7L dürfte für viele der interessantere Fernseher sein
So beeindruckend der X11L auf dem Papier wirkt, im Alltag dürfte für viele eher der C7L der spannendere TV sein. TCL packt hier viele Kernpunkte aus dem Premium-Segment in ein Modell, das breiter gedacht ist. Genannt werden bis zu HDR 3000 Nits, bis zu 2176 Dimming-Zonen, 144 Hz, 288 VRR Game Accelerator und HDMI 2.1. Genau diese Mischung macht den C7L für Filmabende, Sportübertragungen und Konsole ziemlich interessant.
Dazu kommt Audio by Bang & Olufsen zusammen mit Dolby Atmos. Das ersetzt keine große externe Anlage, zeigt aber, dass TCL das Gesamtpaket stärker denkt als noch bei vielen älteren TV-Generationen. Wer einen Fernseher sucht, der im Alltag viel abdeckt und bei Gaming nicht sofort an Grenzen stößt, dürfte den C7L deutlich genauer anschauen als das Flaggschiff.
Mit dem A400 Pro will TCL raus aus der Technik-Ecke
Der A400 Pro NXTVISION TV ist der Teil der Vorstellung, der ein bisschen anders wirkt als der Rest. TCL spricht hier gezielt Menschen an, die keinen klassischen schwarzen Fernseher als dominantes Objekt im Wohnzimmer wollen. Das Gerät setzt auf einen hellen Holzrahmen, ein mattes HVA-Panel und eine Gestaltung, die eher an ein Bild an der Wand erinnern soll als an klassische Unterhaltungselektronik.
Interessant ist, dass TCL hier beim Design nicht auf Kosten der Technik gehen will. Laut Presseunterlagen steckt im A400 Pro QD Mini LED mit bis zu 448 Dimming-Zonen, ein AiPQ-Prozessor, 4K mit 144 Hz beziehungsweise bis zu 288 Hz Beschleunigung sowie ein Onkyo 2.0 Hi-Fi-System mit Dolby Atmos und DTS. Dazu kommen ein Art Gallery Modus, KI-generierte Hintergründe und ein Aufbau ohne externe Anschlussbox. Das Ganze zielt ziemlich klar auf Menschen, die einen Fernseher suchen, der sich besser in Wohnräume einfügt, ohne beim Bild direkt abzufallen.
TCL denkt 2026 nicht nur in Fernsehern
Was bei der Vorstellung in Paris ebenfalls auffällt: TCL will sein Ökosystem sichtbar breiter aufstellen. Im Audio-Bereich gehören dazu unter anderem die Q85H Pro Soundbar mit 7.1.4-Kanal-Setup, Dolby Atmos und DTS:X, die besonders flache A65K Soundbar sowie der kabellose Z100 Free Sound Speaker. Gerade der Z100 wirkt spannend, weil TCL hier auf flexible Platzierung und kabellosen Ausbau setzt.
Auch bei Monitoren geht TCL klar auf Gaming und produktives Arbeiten. Genannt werden ein 57 Zoll großes Dual 4K QD Mini LED Modell im 32:9-Format, ein OLED+ Gaming Monitor mit UHD 240 Hz oder FHD 480 Hz und ein 27 Zoll QD Mini LED Monitor mit Dual-Mode und 320 Hz in Full HD. Das ist kein kleines Nebenprogramm mehr, sondern ein ernsthafter Versuch, sich auch abseits des TV-Racks fester zu platzieren.
Smartphones, Tablets und Smart Home gehören längst mit dazu
TCL hat in Paris auch neue NXTPAPER-Geräte, Wearables und Smart-Home-Produkte gezeigt. Dazu zählen das NXTPAPER 70 Pro Smartphone, das Note A1 NXTPAPER Tablet, ein PlayCube Projektor, RayNeo AR-Brillen, Kopfhörer und eine Kinder-Smartwatch. Bei den Haushaltsgeräten tauchen Klimageräte wie FreshIN 3.0 und VoxIN ebenso auf wie neue Kühlschrank- und Waschmaschinenserien.
Gerade dieser Teil macht die Präsentation interessant. TCL will nicht mehr nur als TV-Marke wahrgenommen werden. Der Hersteller baut sich Stück für Stück als breiter aufgestellte Technikmarke auf, die Wohnzimmer, Schreibtisch, Küche und Hauswirtschaftsraum gleich mitbedient. Ob das am Ende in Europa genauso gut aufgeht wie im TV-Bereich, wird man sehen. Der Versuch ist aber klar erkennbar.
Was von der Vorstellung hängen bleibt
Die eigentliche Nachricht aus Paris ist für mich weniger ein einzelnes Produkt als die Richtung dahinter. TCL drückt 2026 weiter auf große Bilddiagonalen, Mini LED und hohe Helligkeit, versucht aber gleichzeitig, Design, Audio und Alltagstauglichkeit stärker mitzunehmen. Der X11L ist das technische Aushängeschild, der C7L dürfte für viele Käufer der praktischere TV sein und der A400 Pro ist der Versuch, das Wohnzimmer optisch etwas eleganter zu bespielen.