Samsung CRG9-Monitor im PixelCheck

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Einfach riesig! Mit dem CRG9 hat Samsung einen 49-Zoll Monitor im Sortiment, der es in sich hat. Schon die Eckdaten sind haben es in sich, Seitenverhältnis von 32:9, 120 Hz Bildwiederholungsrate, vier Millisekunden Reaktionszeit und FreeSync sind mit an Bord. Die Daten an sich klingen schon bombastisch, doch wir haben uns das mal genauer angeschaut.

Fangen wir mal ganz vorne an. Der Monitor wird in einem großen Paket geliefert. Im Paket ist alles gut verpackt, dass Display ist von beiden Seiten mit Styropor geschützt und befindet sich zusätzlich noch in einer Schutzhülle. Im Styropor sind Aussparungen, in denen sich die restlichen Bauteile und Kabel befinden. Für den Aufbau des CRG9 ist auch eine Kurzanleitung im Paket enthalten.

Die Montage ist relativ einfach, nachdem alle Einzelteile bis auf den Monitor aus der Verpackung befreit wurden, lässt sich der Aufbau auch beginnen. Der Standfuß wird in die dafür vorgesehene Halterung gelegt und anschließend mit Schrauben fixiert. Ist der Fuß montiert und die kleine Abdeckung aufgesteckt, kann der Karton gedreht werden, sodass der Monitor schon auf dem Fuß steht und jetzt nur noch die Verpackung abgezogen werden muss. Die größte Herausforderung bei der Montage besteht darin, den Monitor an seinen Bestimmungsort zu stellen. Mit seinem Gewicht von 15 Kilogramm ist er nicht einfach zu bewegen, am besten baut man den Monitor zu zweit auf.

Das Design des CRG9 ist relativ schlicht gehalten. Der Standfuß glänzt in Silber und hat eine Art gebürstetes Metall als Beschichtung. Die Ränder sind recht klein gehalten, lediglich die Unterseite ist mit über 2 cm etwas breiter. Farblich ist alles einheitlich und lediglich das Samsung-Logo, welches Zentral unter der Bildfläche glänzt, hebt sich noch etwas ab. Auf der Rückseite sieht es ähnlich aus. Lediglich das Logo sticht hervor und ansonsten wurde beim Design auf schlichte Eleganz gesetzt. Was allerdings auffällt ist der kleine Belüftungsschlitz, der sich fast über die gesamte Breite zieht und durch die zusätzliche Abdeckung der Anschlüsse bleibt auch hier nichts auffälliges übrig.

Das verwendete VA-Panel ist grob ein Mittelding, zwischen dem sehr schnellen, aber von der Bildqualität her schlechten TA-Panels und ist im Vergleich aber schneller als die IPS-Panels, auch wenn diese in der Regel nochmal bessere Bildqualität bieten. Leider müssen wir in dem Zuge aber auch einfach genau darauf hinweisen, dass es nun mal nicht alles so schön ist, wie es auf dem Papier steht. Die angegebenen Daten hängen stark von der Verwendung ab. Gerade was die Frequenz und die Reaktionszeit angeht, so muss man bestimmte Einstellungen vornehmen. Je größer das Display, desto schwieriger ist es auch oft gleichmäßige Helligkeit zu realisieren, der CRG9 bekommt das schon ziemlich gut hin. Vertikal gibt es keine hellen Flecken, lediglich am oberen und unteren Rand ist jeweils der erste Zentimeter etwas stärker beleuchtet. Das Ganze ist aber in einem Spiel überhaupt kein Problem denn auch durch DisplayHDR 1000 und LocalDimming werden die Kontraste selbst in jeder Ecke verstärkt und so bleiben keine Details unentdeckt. Auch die Farbdarstellung gefällt uns sehr gut.

Es gibt insgesamt vier USB-Ports, wovon aber nur zwei über USB 3.0 verfügen. Zusätzlich gibt es auch ein Kopfhöreranschluss, sodass fast alle Anbindungen direkt am Monitor getätigt werden können. Wem das noch nicht reicht, dem wir noch ein Headsethalter gleich mit angeboten, sodass auch das Headset seinen Platz bekommt. Das Menü wird durch das Drücken des „Joysticks” an der unteren Seite des Monitor geöffnet. Hier ist dann sehr übersichtlich alles aufgelistet, was man so alles einstellen kann. Das gesamte Menü ist sehr intuitiv aufgebaut und man findet schnell alle gewünschten Einstellungen. Zudem lässt sich der “Augenschonmodus” durch einen simplen Zug nach vorne ein- und ausschalten. Dieser ist besondern fürs lange Arbeiten am PC wirklich gut.

Eine der Hauptfunktionen ist der PbP-Mode. Der Picture-by-Picture Mode bietet einem die Möglichkeit zwei Monitorsignale auf einem Display wiederzugeben. Daraus ergibt sich die Möglichkeit nicht das 32:9 Format zu nutzen, sondern zwei 16:9 Bilder und das jeweils in WQHD (1440p). Zusätzlich erhält man die Möglichkeit die Formataufteilung auf 21:9 und 11:9 anzupassen, dadurch erhält man noch mehr Möglichkeiten seine eigenen Wünsche zu verwirklichen. Doch eines sollte einem im PbP klar sein. Die Reaktionszeit und auch die Bildwiederholungsrate wird begrenzt und lässt sich nicht mehr einstellen. Statt bis zu 120 Hz sind leider nur noch 100 Hz möglich und auch die Reaktionszeit kann nicht verbessert werden.

Schauen wir mal was der Monitor so im Bereich Gaming drauf hat. Wie schon erwähnt können wir mit 120 Hz spielen und dann auch die Reaktionszeit anpassen. Doch man sollte sich immer im Klaren sein, je schneller die Reaktionszeit eingestellt wird, desto schlechter werden die Details dargestellt und es wirkt letzten Endes etwas “verwaschen”. Zudem unterstützt nicht jedes Spiel ein solch ein Format. Aber einige Spiele unterstützen dieses Format und so ist tatsächlich der Überblick über eine Map oder über das generelle Spielgeschehen deutlich größer. Aber das Ganze muss gelernt sein, denn ein Umstieg kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Aus unserer Sicht ist aber dieses Format und die daraus entstehenden Möglichkeiten nicht in jedem Spiel wirklich sinnvoll. Schnelle Shooter oder auch Spiele mit schnell wechselnden Spielgeschehen geben kaum die Möglichkeit die volle Informationsflut zu bewältigen und überfordern einen eher. Spiele in denen man die Szenerie oder einen größeren Überblick bekommt, machen aber dafür deutlich mehr Spaß.

Und wie sieht es mit Office aus? Eigentlich ist der Monitor speziell für Gamer ausgelegt, doch natürlich kann man ihn auch gut im Office nutzen. Hier fallen dann nämlich alle Nachteile, die das Format oder das PbP mit sich bringt, raus. Wir brauchen keine niedrige Reaktionszeit und auch 100 Hz reichen aus, um Officearbeiten auszuführen. Die große Fläche dagegen bietet einem viele Möglichkeiten die Fenster zu sortieren und zu Platzieren und viele Fenster parallel zu bearbeiten. Gerade, wenn mehrere Fenster von einem Browser sichtbar sind lässt es sich viel angenehmer suchen und arbeiten.

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