Yale Linus Smart Lock

Das Smart Lock hinterließ auf der IFA schon einen bleibenden Eindruck. Es gibt zum Beispiel einen Sensor, der erkennt, ob die Tür geöffnet/ geschlossen ist, der Motor ist leise. Bei Yale handelt es sich um eine Marke von Assa Abloy, seines Zeichens einer der größten Anbieter von Sicherheitsprodukten weltweit. Ich habe bei mir zuhause das Linus Smart Lock installiert und dieses ausgiebig getestet. Meine Eindrücke habe ich in diesem PixelCheck zusammengefasst.

Mit einem Preis von rund 250 Euro ist es nichts besonders preiswert. Doch für die hochwertige Verarbeitung ist dieser Preis gerechtfertigt. Das Gehäuse ist größtenteils aus Metall und massiv. Das schafft Vertrauen.

Wie viele andere smarte Türschlösser lässt es sich auf dem vorhandenen Schließzylinder montieren. Dafür platziert man bei eingestecktem Schlüssel das Smart Lock auf der Tür. Von der Außenseite sieht alles ganz gewöhnlich aus. Welche Voraussetzungen die Tür genau erfüllen muss, damit ihr das Linus Smart Lock nutzen könnt, erfahrt ihr auf der Yale-Webseite. Es funktionieren beispielsweise Euro-Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion.

Meine Eingangstür hatte leider keinen Euro-Profilzylinder, deshalb wurde mir von Yale ein Linus Adjustable Cylinder zur Verfügung gestellt. Mit dem anpassbaren Schließzylinder wurde mein altes Schloss einfach ausgetauscht und das Linus Smart Lock konnte ohne weitere Probleme installiert werden.

Einfach die App Yale Access (AndroidiOS) installlieren, ein Konto anlegen und nach Anleitung der App das Türschloss installieren. Es gibt eine Montageplatte, die man normal auf dem Schließzylinder festschraubt. Ragt der Zylinder weniger als drei Millimeter aus der Tür, klebt man die Montageplatte über die mitgelieferte Klebefolie einfach fest. Danach steckt ihr den Schlüssel ins Schloss. Das Linus Smart Lock besitzt an den Seiten zwei „Flügel“, wodurch sich das smarte Türschloss besonders einfach auf der Montageplatte befestigen lässt. Bei gespreizten Armen schiebt ihr das Smart Lock auf die Montageplatte, durch das Schließen der Arme fixiert ihr das Schloss. Danach klebt ihr den DoorSense an den Türrahmen. Es handelt sich dabei um einen Magneten, wodurch das Smart Lock erkennt, ob die Tür offen oder geschlossen ist.

Das Smartphone verbindet sich via Bluetooth Low Energy mit dem Smart Lock. Um auch von unterwegs die Tür zu öffnen, ist die optional erhältlich Yale Connect Wi-Fi Bridge nötig. Sie verbindet sich per Bluetooth mit dem Smart Lock und per WLAN mit eurem Router. Da die Bluetooth-Reichweite begrenzt ist, solltet ihr die Bridge möglichst nah am Linus in einer Steckdose platzieren.

Zu der wirklich einfach gehaltenen Erstinstallation über die App gehört auch die Konfiguration des Schlosses. Dabei müsst Ihr zum Beispiel, dem Schloss zeigt, wie weit es drehen muss, damit die Tür gerade aufgeschlossen oder verriegelt wird. Eure Mithilfe ist auch gefragt, wenn ihr dem Schloss demonstriert, was eine angelehnte Tür bedeutet. Das verhindert später Verwechslungen mit einer geschlossenen Tür.

An Funktionen bringt das Linus Smart Lock einiges mit. Es gibt die Auto-Lock-Funktion, wodurch die Tür automatisch verriegelt wird, nachdem ihr die Tür geschlossen habt.  Über die Auto-Unlock-Funktion wird die Tür wiederum automatisch aufgesperrt, wenn ihr nach Hause kommt und euch mit mit dem Smartphone der Haustür nähert.

Es können auch Smart Alerts eingestellt werden. So werdet ihr benachrichtigt, wenn jemand die Tür aufsperrt, oder eine Warnung, wenn die Tür nur angelehnt aber nicht zu ist.

Ein schönes Feature sind die zeitlich begrenzen Zutrittsberechtigungen. So gelangt eine Putzhilfe, ein Familienmitglied oder eine andere Person beispielsweise nur zu bestimmten Zeiten ins Haus.

Insgesamt macht es einem die App besonders einfach bei der Konfiguration und der Bedienung des Smart Locks. Das wird auch darin deutlich, dass man auf einen Blick sieht, ob die Tür geschlossen und verriegelt ist. Und per Fingertipp beginnt das Türschloss auf- oder zuzusperren. Dabei ist der Motor leiser, er ist hörbar, wenn man daneben steht, stört aber nicht.

Beim Auf- und Zusperren seid ihr nicht unbedingt aufs Smartphone angewiesen. Ihr könnt die Tür auch manuell über den Knauf innen auf- und zuschließen. Oder ihr verwendet das als Zubehör erhältliche Keypad, um die Tür per Keypad von außen zu öffnen. Weiteres Zubehör wie Fernbedienung oder Fingerprint-Sensor gibt es allerdings noch nicht.