Viele CES-Ankündigungen klingen jedes Jahr ähnlich: mehr Leistung, dünnere Gehäuse, ein neues KI-Label. Lenovo geht 2026 spürbar anders vor. Statt KI als Schlagwort zu stapeln, baut Lenovo ein vernetztes System aus Geräten, Funktionen und Zubehör, das sich an den Alltag anpasst und nicht umgekehrt. Die Idee dahinter ist klar: Smarter AI for All soll nicht lauter sein, sondern hilfreicher. Nicht sichtbar im Vordergrund, sondern spürbar im Ablauf.
Im Zentrum stehen neue Yoga- und IdeaPad-Modelle, Updates für die Aura Edition, mehr Ökosystem-Denken durch Smart Connect und ein neuer Ansatz, der besonders neugierig macht: Lenovo Qira, ein persönlicher KI-Superagent, der Kontinuität über mehrere Geräte hinweg herstellen soll.
Inhaltsverzeichnis
- Aura Edition 2026: weniger Menü, mehr Automatik
- Yoga Creator Ökosystem: Laptop, Monitor, Kopfhörer als ein Set
- Yoga Pro 9i Aura Edition: Kreativ-Power, die auch an Details denkt
- Yoga Pro 27UD-10: Farbe, Konsistenz, Creator-Details
- Yoga AI Desktops: AIO für das Studio, Mini-PC für maximale Flexibilität
- IdeaPad 2026: Kreativ im Alltag statt nur „Budget“
- Smart Connect: Ökosystem, das nicht am Handy aufhört
- Lenovo Qira: Der Superagent als neue Wette
- PixelFlow-Einordnung
Aura Edition 2026: weniger Menü, mehr Automatik
Die Aura Edition wird 2026 erwachsener. Es geht nicht um eine Sonderfarbe oder ein Branding, sondern um Verhalten, das sich intelligent anpasst.
Smart Modes sollen einmal eingerichtet automatisch erkennen, in welchem Szenario man gerade steckt. Arbeiten, Kreativmodus, Besprechung, Gaming, Unterhaltung oder Lernen. Das System reagiert darauf, ohne dass man jedes Mal Profile wechseln muss. Das klingt klein, ist aber genau die Sorte Komfort, die im Alltag wirklich zählt.
Smart Share wird ebenfalls alltagstauglicher. Inhalte sollen schneller zwischen unterstützten Geräten wechseln, inklusive hochwertiger Medienformate. Dazu kommt die Aussicht auf Tap-to-Pair, also schnellere Bluetooth-Verbindungen für Zubehör, ohne das übliche Gefummel.
Und dann ist da noch Smart Care: Support und Fehlerbehebung mit One-Klick-Zugriff und echten Technikern, wenn man die passende Care-Garantie nutzt. Auch hier passt die Richtung: weniger Selbstdiagnose, mehr echte Lösung.
Yoga Creator Ökosystem: Laptop, Monitor, Kopfhörer als ein Set
Lenovo positioniert 2026 ein Creator-Ökosystem, das nicht nach „Zubehör-Bundle“ wirkt, sondern nach Workflow.
Das Yoga Pro 9i Aura Edition (16″) ist die mobile Schaltzentrale. Dazu kommt der Yoga Pro 27UD-10 Monitor, der als Desktop-Erweiterung für farbkonsistente, kreative Arbeit gedacht ist. Und die Lenovo Headphones YOGA PC Edition, die beim Audio genau dort ansetzen, wo viele Creator genervt sind: ANC ohne Klangverformung im kabelgebundenen Betrieb.
Der spannende Punkt ist das Zusammenspiel. Wer mobil schneidet, am Schreibtisch final gradet und nebenbei Calls oder Sound-Previews macht, will keine Brüche. Lenovo versucht genau diese Brüche zu schließen.
Yoga Pro 9i Aura Edition: Kreativ-Power, die auch an Details denkt
Das Yoga Pro 9i Aura Edition richtet sich klar an Kreative, die Performance nicht für Benchmarks brauchen, sondern für reale Projekte. Starke Intel Core Ultra Prozessoren, NVIDIA RTX Grafik und ein hochwertiges OLED-Display sind die Basis, aber entscheidend ist die Feinmechanik drumherum.
Lenovo setzt auf eine KI-gestützte Leistungssteuerung, die Workloads erkennt und die Balance zwischen Speed, Effizienz und Akkulaufzeit automatisch anpasst. In der Praxis bedeutet das: weniger „welcher Modus war das nochmal“ und mehr Fokus auf das, was gerade zählt.
Eine der markantesten Ideen ist das Force Pad. Es kann Touchpad und Zeichenfläche zugleich sein. In Kombination mit dem Yoga Pen Gen 2 entsteht ein Workflow, der nicht nur „Stift-Support“ auf dem Papier ist, sondern echte Skizzen, Kommentare und schnelle Korrekturen ermöglichen soll, ohne dass man direkt aufs Display gehen muss.
Yoga Pro 27UD-10: Farbe, Konsistenz, Creator-Details
Der Yoga Pro 27UD-10 Monitor ist mehr als nur ein großer Bildschirm. Lenovo setzt hier bewusst auf die Frage: Wie bleibt Farbe konsistent, wenn man zwischen Laptop und Desktop wechselt?
Dafür ist der Color Sync Mode gedacht, der den Monitor auf das Yoga Pro 9i kalibrieren kann, damit beide Screens einen gemeinsamen Farbraum sprechen. Genau das ist für Foto, Video und Design oft der Unterschied zwischen „sieht gut aus“ und „stimmt wirklich“.
Dazu kommt eine abnehmbare, verstellbare 4K-Kamera, die sich auch nach unten neigen lässt. Praktisch für Demos, Tutorials oder alles, was am Tisch passiert. Audio spielt ebenfalls mit: ein Sechs-Lautsprecher-System, das sich mit dem Laptop synchronisieren kann, um die Klangbühne zu vergrößern.
Yoga AI Desktops: AIO für das Studio, Mini-PC für maximale Flexibilität
Lenovo bringt zwei Desktop-Ideen, die bewusst gegensätzlich sind.
Der Yoga AIO i Aura Edition setzt auf ein großes OLED-Display, hohe Bildwiederholrate und ein elegantes, ruhiges Design. Dazu kommt adaptive Umgebungsbeleuchtung, die nicht nur Stimmung macht, sondern Benachrichtigungen anzeigen kann, ohne den kreativen Flow zu stören.
Der Yoga Mini i geht den anderen Weg: ultrakompakt, fast handflächengroß, aber mit Fokus auf schnelle Interaktion, Ports, Multidisplay-Setups und KI-gestützte Funktionen wie Echtzeit-Transkription oder Zusammenfassungen. Das ist genau für Menschen spannend, die Performance wollen, aber keinen Tower neben dem Schreibtisch.
IdeaPad 2026: Kreativ im Alltag statt nur „Budget“
Auch die IdeaPad-Reihe bekommt ein klares Update. Mit dem IdeaPad Pro 5i und den neuen IdeaPad 2-in-1 Modellen will Lenovo kreative Workflows in den Alltag bringen. Mehr OLED-Optionen, mehr KI-Unterstützung, mehr Flexibilität durch Stift-Eingabe und Konvertibilität.
Das ist wichtig, weil nicht jeder Creator ein Flaggschiff kauft. Viele wollen ein Gerät, das Studium, Job, Medien und gelegentliche Kreativprojekte seriös abdeckt. Lenovo zielt 2026 genau auf diese Mitte.
Smart Connect: Ökosystem, das nicht am Handy aufhört
Ein großer Schritt ist Smart Connect mit iOS-Unterstützung. Lenovo will PCs, Tablets, Smartphones und Zubehör unter einer Oberfläche zusammenbringen. Mit Kontinuitätsfunktionen, Gestensteuerung und schnellen Übergaben.
In der Praxis sind das die Momente, die nerven oder begeistern: Dateien teilen, Apps spiegeln, Screens erweitern, Inhalte schnell von A nach B bekommen. Lenovo setzt hier sichtbar auf weniger Reibung zwischen den Geräten.
Lenovo Qira: Der Superagent als neue Wette
Das spannendste neue Konzept ist Lenovo Qira. Lenovo beschreibt Qira als persönlichen KI-Superagenten, der Kontext über Geräte hinweg halten soll. Also genau das, was heute oft fehlt: Du wechselst vom Smartphone zum PC und verlierst den Faden.
Qira soll helfen, dort weiterzumachen, wo man aufgehört hat, organisiert zu bleiben und flüssig zwischen PC, Tablet und Smartphone zu wechseln. Mit Partner-Integrationen, die bei Bedarf in passende Dienste weiterleiten können, wenn man wirklich aktiv werden will.
Wenn Lenovo das sauber umsetzt, wird Qira nicht nur ein weiterer Assistent, sondern ein Glücksfaktor für das gesamte Ökosystem. Weniger Klicks, weniger Wiederholen, weniger Kontextverlust.
PixelFlow-Einordnung
Lenovo zeigt auf der CES 2026 eine klare Linie: KI als Infrastruktur, nicht als Show. Aura Edition wird als smarte Automatik greifbarer. Das Yoga Creator Ökosystem wirkt wie ein echter Workflow statt wie Marketing. Smart Connect stärkt das Ökosystem und Qira ist der mutigste Schritt, weil er das größte Alltagsproblem angeht: zu viele Geräte, zu wenig Kontinuität.
Wenn Lenovo diesen Ansatz durchzieht, ist 2026 weniger „neue Generation“ und mehr „neue Art, zu arbeiten“.