Bei der Enthüllung des Huawei Mate 20 Pro hieß es, die Gesichtserkennung sei sehr sicher. Möglicherweise hat der Huawei damit aber geflunkert. Denn ein Test hat ergeben, dass die Technologie doch nicht so zuverlässig arbeitet wie erwartet.

Android Pit hat sich die Gesichtserkennung des Huawei Mate 20 Pro einmal genauer angeschaut und dabei Verbesserungsbedarf identifiziert. Der Tester habe das Smartphone zwar zuverlässig mit seinem Gesicht entsperren können. Leider konnte ein Kollege das Huawei Mate 20 Pro auch regelmäßig entsperren. Die beiden Männer haben beide Vollbart und eine ähnliche Frisur, Verwechslungsgefahr sollte jedoch eigentlich nicht bestehen.

Software-Update könnte den Usern helfen
Außerdem ist offenbar nur einer der beiden Brillenträger und eine Verwandtschaft zwischen den beiden bestehe auch nicht. Auch eine erneute Registrierung des Gesichts habe nichts an dem Ergebnis geändert. Bei jedem dritten Versuch habe das Huawei Mate 20 Pro dem Kollegen Zugriff gewährt. Auch ein zweites Testgerät ließ sich ähnlich leicht austricksen.

Der Webseite zufolge soll der Hersteller das Problem derzeit untersuchen. Möglicherweise könnte ein Software-Update den Usern helfen und das Mate 20 Pro wieder sichern. Da das Huawei Mate 20 Pro anders als die meisten Android-Smartphones auf eine 3D-Gesichtserkennung setzt, sollte sich das Authentifizierungsverfahren eigentlich nicht so leicht überlisten lassen.

Face ID im iPhone X und anderen Apple-Smartphones hat gezeigt, wie sicher eine 3D-Gesichtserkennung sein kann. Zwar kam es auch hier zu Verwechslungen, in der Regel aber nur bei Verwandten oder kleinen Kindern. Falls das erwähnte Software-Update für das Huawei P20 Pro nicht rechtzeitig zum Marktstart erscheint, sollten Nutzer erst einmal mit dem Fingerabdrucksensor im Display vorlieb nehmen. Die Gesichtserkennung sollten User erst nach erfolgreichem Softwareupdate aktivieren bzw. einrichten.