Am 5. Juni hielt der US-Konzern Apple seine Entwicklerkonferenz in San Jose ab. Apple hat auf dieser Entwicklerkonferenz alles gegeben, und doch dürften die deutschen Fans enttäuscht sein.
Begonnen hat die Konferenz mit einer Übersicht zu den Neuerungen für tvOS und watchOS 4. Anschließend wurde das neue System macOS High Sierra vorgestellt, gefolgt von dazu passender Hardware, denn sowohl alle iMac-Varianten als auch MacBook-Varianten werden ein Update auf die neue CPU-Generation von Intel erhalten. Zudem wurde der iMac Pro vorgestellt, welcher am Jahresende kommen soll. Als nächstes stellte man noch iOS 11 und frische iPads vor. Die größte Überraschung war an diesem Abend aber der HomePod.

HomePod

Kommen wir nun zum Highlight der WWDC, dem HomePod. HomePod stellt einen Smart- und Hi-Fi-Lautsprecher dar. Laut Apple gab es nur smarte oder gute Lautsprecher. Das soll sich aber mit HomePod Ende 2017 ändern. Der HomePod soll mit einem riesen Subwoofer kommen, aber auch viele Mittel- und Hochtönen besitzen. Die Power kommt von einem Apple-A8-Prozessor. Wem diese Power aber noch nicht reicht kann problemlos mehrere HomePod’s koppeln. Der HomePod ist Rund umgeben von einem Netz und hat oben ein Mini-Display. Siri ist natürlich auch mit an Bord und somit lässt sich mit dem HomePod auch problemlos reden. Der Preis liegt bei 349 US-Dollar. Nun aber der Schock für die deutschen. Der HomePod wird erst einmal nur in USA, Großbritannien und Australien erhältlich sein. Deutschland muss da leider noch warten, und das trotz Echo oder Google Home. Ein gewagtes Unterfangen von Apple.

TvOS und watchOS4

Eine Lücke wird geschlossen, auf die Fans wohl schon lange gewartet haben. Amazon kommt nun auch endlich auf AppleTV’s und somit wird Prime Video dort anwählbar sein. Die Neuheiten zu watchOS 4. Das Betriebssystem der Smartwatch bekommt frische Funktionen, wobei das Update im Herbst erscheinen wird.

macOS High Sierra

Dem Trend der WWDC bleibt Apple aber treu und natürlich zeigen sie eine neue macOS-Version mit dem Namen: High Sierra (womöglich Version 10.13). Man muss von vornherein sagen, das Update ist keine Revolution, sondern beinhaltet nur ein paar Updates. Die kleineren Updates beinhalten den Browser Safari und Mail bekommt ein paar neue frische Features. Ein etwas größeres Update erhält aber Fotos. Es gibt nun neue Editier-Funktionen und eine verbesserte Erkennung der Bildinhalte. Der System-Kern wurde von Apple aber am meisten bearbeitet. Ein neues Dateisystem (APFS) wurde eingeführt, womit wesentlich schneller gearbeitet werden kann.

Neue MacBooks und iMacs

Der neue iMac wird Prozessoren der Kaby-Lake-Generation bestückt und erhält Top-Displays die mit noch besseren Werten glänzen. Bei der Grafik bringt Apple die Mac’s mit besseren Grafikchips. Was den Speicher angeht, sollen neue SSDs erhältlich sein, und auf der Rückseite hat man ab sofort 2 USB-C-Schnittstellen und Thunderbolt 3. Die Macs liegen alle bei einer Preisspanne von 1.099 US-Dollar bis hin zu 1.799 US-Dollar. Bei den MacBooks wird die CPU und der Grafikchip auch erneuert, größere Änderungen gibt es aber nicht.

iMac Pro

Der neue All-in-One-Pc von Apple ist tiefschwarz und strotzt nur von High-End-Hardware. Der Bildschirm misst eine Spanne von 27 Zoll und bekommt ein neues Kühlsystem. Der Prozessor, ein Intel Xeon, besitzt entweder 8, 10 oder sogar 18 Kerne. Für die Grafik kommt AMDs neue Radeon Vega zum Vorschein. Der Arbeitsspeicher misst maximal 128 Gigabyte. Bei der Festplatte kann man auf bis zu 4 Terrabyte SSD-Speicher zurückgreifen. Der stolze Preis beträgt aber auch für die abgespeckte Version 5.000 US-Dollar und wird sich bei maximaler Ausstattung wohlmöglich verdoppeln. Zu kaufen gibt es den iMac Pro ab Dezember.

iOS 11

in dem Update zu iOS 11 sind kleinere und größere Updates enthalten. iMessage synchronisiert sich nun auf allen Apple-Geräten über die iCloud. Das Command-Center-Design wurde überarbeitet und nun bietet das Menü am unteren Bildschirmrand mehr Funktionen, eine bessere Übersicht und einen deutlich schnelleren Zugriff auf die wichtigsten Schnittstellen. Siri bekommt zudem eine neue Stimme, die fortan natürlicher klingen soll aber immer noch weiblich bleibt. Mit iOS 11 soll Siri nun auch erstmals übersetzen können. Kleinere Updates betreffen noch die Kamera-App und Maps, welche nun Indoor-Karten für Flughäfen und Einkaufscentren zeigen soll. Der Haken an der Sache ist aber, dass das meiste nur für die USA ist.

iPad Pro 10,5 Zoll

Wie auch schon erwartet kam auf der WWDC das neue iPad Pro mit 10,5 Zoll, welches dem iPhone 7 sehr ähnlich sieht. Bilder und Videos sehen nun noch besser aus, durch HDR und True Tone. Das iPad Pro wird mit einem A10x-Prozessor ausgestattet, womit das iPad 30% schneller arbeiten soll, als sein Vorgänger. Für die CPU stehen dem iPad 6 Kerne und für die Grafik sogar 12 Kerne zur Verfügung. Bei der Kamera greift Apple auf die Technik aus dem iPhone 7 zurück und die iPads starten nun bei 64 Gigabyte Speicher. Preislich geht es momentan bei 650 US-Dollar los.