Samsung will dem Erzrivalen Apple das Feld bei Smartwatches nicht überlassen. Bei seinen neuen Modellen der Gear S3 setzt der Smartphone-Marktführer auf das traditionelle Uhren-Design.

Samsung will sich mit zwei neuen Smartwatch-Modellen im Markt der Wearables und Smartwatches behaupten. Zum Auftakt der IFA 2016 in Berlin stellte das Unternehmen die Gear S3 Frontier und die Gear S3 Classic vor.

“Durch die im vergangenen Jahr vorgestellte Gear S2 und ihr personalisierbares Ziffernblatt sowie die drehbare Lünette hat die ganze Smartwatch-Produktkategorie einen Sprung nach vorn gemacht”, sagte Samsung-Manager Younghee Lee. Mit den Gear S3 wolle der Konzern nun seine Gear-Familie erweitern und perfektionieren.

Der Markt der Smartwatches ist noch relativ jung und wurde zuletzt von der Apple Watch befeuert. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband „Bitkom“ mit einem starken Wachstum in Deutschland. Voraussichtlich würden rund 1,6 Millionen Geräte verkauft, das wäre ein Plus von 147 Prozent. Der Bitkom erwartet für alle Anbieter einen Umsatz von 297 Millionen Euro, das wären 76 Prozent mehr im Vergleich zum Jahr 2015.

Die neuen Gear-S3-Modelle sollen verschiedene Nutzergruppen ansprechen. Während die Frontier als leistungsfähiger und robuster Begleiter für Abenteurer und Entdecker gedacht sei, setze Samsung bei der etwas kleineren Classic auf Eleganz und dem klassischen Uhren-Design. Generell habe das Unternehmen Wert darauf gelegt, dass die Gear S3 in erster Linie eine Uhr sei. Aus einiger Distanz erkennt man keinen Unterscheid zur einer normalen Uhr.

Beide Geräte lassen sich dem individuellen Geschmack des Nutzers entsprechend einrichten. Samsung bietet Armbänder in drei verschiedenen Varianten, außerdem sollen die Uhren auch mit einem herkömmlichen 22-Millimeter-Armbändern genutzt werden können. Insgesamt stehen 18 Oberflächen-Designs zur Auswahl. Durch die Menüs gelangt der Nutzer wie gewohnt über das Touch-Display sowie über die drehbare Lünette am Rand.

Als Betriebssystem dient Samsungs Eigenentwicklung Tizen. Über Samsung Pay lässt sich mit Hilfe des NFC-Funkstandards auch mobil bezahlen.

Über das Ökosystem können die Uhren auf 10.000 Apps zugreifen. Als Beispiel verwies das Unternehmen auf die integrierte BMW Connected App, über die der Nutzer benachrichtigt wird, wann er zu einem Termin aufbrechen sollte. Die App zeigt auch den Füllstand des Tanks an. Über das Display kann der Nutzer auch den Wagen sperren oder entsperren.
Die neuen Modelle verbinden sich mit Samsungs aktuellen Smartphone-Modellen. Über eine Kompatibilität mit Apples iPhones sei noch nicht entschieden, hieß es.