Mit den neuen AOC GAMING 24G4ZR und 27G4ZR verschiebt AGON by AOC eine Grenze, die lange klar gezogen war: Bildwiederholraten jenseits von 240 Hz galten als Luxus für E-Sport-Displays – teuer, kompromisslos, nicht für Einsteiger gedacht. Genau dieses Dogma bricht die neue G4-Serie jetzt auf.
260 Hz, Fast IPS, 0,3 ms MPRT und G-SYNC-Kompatibilität sind plötzlich keine Premium-Alleinstellungsmerkmale mehr, sondern Bestandteil von Monitoren, die preislich klar im Einstiegs- und Mittelklassesegment positioniert sind. Das ist kein kleines Update, sondern ein spürbarer Strategiewechsel.
Inhaltsverzeichnis
- Warum 260 Hz in der Einstiegsklasse relevant sind – und nicht nur Marketing
- Fast IPS statt TN: Geschwindigkeit ohne visuelle Kompromisse
- Ergonomie und Alltagstauglichkeit: kein Sparzwang an der falschen Stelle
- Technische Einordnung der neuen G4-Modelle
- Unsere Einschätzung: Neue Einstiegsklasse, neue Erwartungshaltung
Warum 260 Hz in der Einstiegsklasse relevant sind – und nicht nur Marketing
Wer kompetitive Shooter wie Counter-Strike 2, Valorant oder Rainbow Six Siege spielt, weiß: Flüssigkeit, Reaktionszeit und saubere Bewegungsdarstellung entscheiden oft über Millisekunden. 240 Hz haben sich hier als Standard etabliert – 260 Hz wirken auf dem Papier wie ein kleines Plus, bringen in der Praxis aber zwei entscheidende Vorteile.
Erstens verschiebt sich der Sweet Spot zwischen Bildfrequenz und Motion Blur weiter nach oben. In Kombination mit MBR Sync lassen sich extrem niedrige Bewegungsunschärfen erreichen, ohne auf Adaptive Sync verzichten zu müssen. Zweitens senkt die Übertaktung den Input-Lag minimal weiter ab – kein Gamechanger für Casual-Player, aber ein klarer Vorteil für ambitionierte Gamer.
Dass AOC diese Übertaktung stabil, offiziell und per Menü oder Software anbietet, ist ein wichtiges Detail. Hier wird nicht mit Grenzwerten experimentiert, sondern ein bewusst freigegebener Leistungsbereich genutzt.
Fast IPS statt TN: Geschwindigkeit ohne visuelle Kompromisse
Ein weiterer Punkt, der zeigt, wie sehr sich das Einstiegssegment verändert hat, ist die Panel-Wahl. Fast IPS ersetzt endgültig die alten TN-Panels, die zwar schnell, aber farblich limitiert waren.
Gerade der 27G4ZR mit über 92 % DCI-P3 eignet sich nicht nur für Gaming, sondern auch für Streaming, Content-Creation oder schlicht lange Sessions ohne visuelle Ermüdung. Die hohe Helligkeit von 300 cd/m² und stabile Blickwinkel sorgen dafür, dass die Monitore auch außerhalb dunkler Gaming-Setups überzeugen.
Auffällig ist, dass AOC nicht nur bei der Panel-Technik aufrüstet, sondern auch bei der Ergonomie. Höhenverstellung, Pivot, Dreh- und Schwenkfunktion gehören bei den ZR-Modellen zur Serienausstattung – ein Punkt, der im Einstiegssegment oft gestrichen wird.
Für preisbewusste Nutzer gibt es mit den ZRE-Varianten bewusst abgespeckte Alternativen. Das ist sinnvoll, denn hier wird klar getrennt: gleiche Bildqualität, weniger Mechanik, geringerer Preis. Kein künstlicher Feature-Zwang, sondern echte Wahlfreiheit.
Technische Einordnung der neuen G4-Modelle
| Modell | Größe | Bildwiederholrate | Panel | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| 24G4ZR | 23,8″ | 240 Hz (260 Hz OC) | Fast IPS | Volle Ergonomie |
| 27G4ZR | 27″ | 240 Hz (260 Hz OC) | Fast IPS | Größere Immersion |
| 24G4ZRE | 23,8″ | 240 Hz (260 Hz OC) | Fast IPS | Nur Neigung |
| 27G4ZRE | 27″ | 240 Hz (260 Hz OC) | Fast IPS | Günstigster Einstieg |
Unsere Einschätzung: Neue Einstiegsklasse, neue Erwartungshaltung
Die neue G4-Serie zeigt sehr deutlich, wohin sich der Gaming-Markt bewegt. 260 Hz sind nicht mehr das Ziel, sondern der neue Ausgangspunkt. Wer heute einen Einstiegs-Gaming-Monitor kauft, erwartet nicht nur „spielbar“, sondern wettbewerbsfähig.
AOC gelingt hier der Spagat aus Preis, Performance und Alltagstauglichkeit überraschend gut. Gerade für Gamer, die von 144 Hz oder 165 Hz upgraden, ist der Sprung deutlich spürbar – ohne in Regionen vorzudringen, die finanziell abschrecken.
Kurz gesagt: Die G4-Serie ist kein Experiment, sondern ein Statement. Und sie macht klar, dass sich die Definition von „Einsteiger-Monitor“ 2026 endgültig verschoben hat.