Mit der neuen SolarFlow-Generation macht Zendure einen Schritt, den viele Hersteller seit Jahren ankündigen, aber selten konsequent umsetzen: weg vom einzelnen Stromspeicher, hin zu einem ganzheitlich gedachten Energie-Ökosystem für den Haushalt. Drei neue Speicherlösungen, ein deutlich weiterentwickeltes Home Energy Management System und erstmals ein eigener dynamischer Stromtarif zeigen klar, dass Zendure nicht mehr nur Zubehör für Balkonkraftwerke liefern will, sondern eine zentrale Rolle im Energiemanagement moderner Haushalte anstrebt.
Dabei trifft Zendure einen Nerv. Homeoffice, Wärmepumpen, E-Autos und steigende Strompreise sorgen dafür, dass Eigenverbrauch, Speicherfähigkeit und intelligente Steuerung immer wichtiger werden. Strom zu erzeugen reicht längst nicht mehr aus – er muss zum richtigen Zeitpunkt gespeichert, genutzt oder sogar bewusst aus dem Netz bezogen werden. Genau hier setzt die neue SolarFlow-Serie an.
Inhaltsverzeichnis
- Warum dieser Schritt zur richtigen Zeit kommt
- SolarFlow 2400 Pro: Mehr als nur ein Balkonkraftwerk-Speicher
- AC+-Modelle: Sinnvolle Nachrüstung statt Komplettumbau
- HEMS 2.0 und ZENKI 2.0: Der eigentliche Mehrwert entsteht in der Software
- Sicherheit, Integration und Alltagstauglichkeit
- ZenWave: Der logische nächste Schritt
- Fazit: Zendure denkt Energie erstmals ganzheitlich
Warum dieser Schritt zur richtigen Zeit kommt
Der Energiemarkt ist 2026 zersplittert. Viele Haushalte besitzen Solaranlagen, nutzen ihren Strom aber ineffizient. Andere haben Speicher, aber keine intelligente Steuerung. Wieder andere könnten von dynamischen Stromtarifen profitieren, schrecken jedoch vor der Komplexität zurück. Zendure versucht, diese Brüche aufzulösen, indem Hardware, Software und Tarifmodell miteinander verzahnt werden.
Wichtig ist dabei: Niemand wird in ein starres Komplettsystem gezwungen. Die neuen SolarFlow-Modelle lassen sich modular einsetzen und bei steigendem Bedarf erweitern. Dieser Ansatz wirkt weniger nach Marketingversprechen, sondern orientiert sich an realen Nutzungsszenarien im Alltag.
SolarFlow 2400 Pro: Mehr als nur ein Balkonkraftwerk-Speicher
Der SolarFlow 2400 Pro ist das leistungsstärkste Modell der neuen Serie und klar auf ambitionierte Haushalte ausgelegt. Er eignet sich sowohl für große Balkonkraftwerke als auch für leistungsstarke Dach-PV-Anlagen und kombiniert AC- und DC-Kopplung in einem System.
Besonders praxisnah ist die Unterstützung von vier unabhängigen MPPTs. Gerade bei unterschiedlichen Modulausrichtungen, Teilverschattung oder wechselnden Lichtverhältnissen sorgt das für eine stabilere und effizientere Stromausbeute. Auch die Möglichkeit, die Einspeiseleistung flexibel zu erhöhen, zeigt, dass Zendure hier nicht nur an gesetzliche Mindestanforderungen denkt, sondern an reale Lastspitzen im Haushalt.
Die Speicherlösung wächst mit: Von einer kompakten Basiskapazität bis hin zu einem Setup, das auch größere Verbraucher zuverlässig abfedern kann. Damit verlässt der SolarFlow 2400 Pro endgültig die Kategorie „reiner Balkonspeicher“ und wird zu einem ernstzunehmenden Bestandteil der Hausenergieversorgung.
AC+-Modelle: Sinnvolle Nachrüstung statt Komplettumbau
Mit dem SolarFlow 2400 AC+ und dem SolarFlow 1600 AC+ adressiert Zendure eine Zielgruppe, die bislang oft außen vor blieb: Haushalte mit bestehender Dach-PV-Anlage ohne Speicher oder mit älterer Technik. Statt aufwendiger Umbauten setzen die AC+-Modelle auf eine einfache Integration über das Hausnetz.
Der SolarFlow 2400 AC+ bietet dabei genug Leistung, um den Eigenverbrauch spürbar zu erhöhen und Lastspitzen abzufedern. Der kleinere SolarFlow 1600 AC+ richtet sich bewusst an Haushalte mit geringerem Energiebedarf oder älteren Anlagen. Er ist kein abgespecktes Alibi-Produkt, sondern ein klar positionierter Einstieg in das Zendure-Ökosystem.
HEMS 2.0 und ZENKI 2.0: Der eigentliche Mehrwert entsteht in der Software
So überzeugend die Hardware ist, der eigentliche Hebel liegt im neuen Home Energy Management System. HEMS 2.0 verbindet Solarpanels, Speicher, Haushaltsverbraucher und Stromtarife auf einer Plattform und übernimmt die aktive Steuerung der Energieflüsse.
ZENKI 2.0 arbeitet dabei nicht nur reaktiv, sondern prognosebasiert. Das System analysiert Erzeugung, Verbrauchsverhalten und Strompreise und trifft automatisch Entscheidungen, wann Strom gespeichert, verbraucht oder aus dem Netz bezogen wird. Genau hier hebt sich Zendure von vielen Lösungen ab, die zwar Daten anzeigen, aber kaum echte Automatisierung bieten.
Der Ansatz lässt sich auf drei Kernelemente herunterbrechen:
- skalierbare Speicherhardware für unterschiedliche Haushaltsgrößen
- intelligente, KI-gestützte Steuerung aller Energieflüsse
- Kombination mit dynamischen Stromtarifen zur aktiven Kostenoptimierung
Auch bei Sicherheit und Integration bleibt Zendure konsequent. Das ZenGuard-Batterieschutzsystem überwacht alle relevanten Parameter in Echtzeit und ergänzt dies durch aktive Schutzmechanismen gegen Überhitzung und Kurzschlüsse. Das ist kein spektakuläres Feature, aber essenziell für den Dauerbetrieb im Haushalt.
Die offene Anbindung über MQTT ermöglicht zudem die Integration in bestehende Smart-Home-Umgebungen wie Home Assistant oder Homey. Dadurch lassen sich Wärmepumpen, Wallboxen oder andere Verbraucher gezielt einbinden und automatisiert steuern.
ZenWave: Der logische nächste Schritt
Mit ZenWave geht Zendure einen Schritt, den viele Hersteller bislang scheuen: den eigenen Stromtarif. Erst im Zusammenspiel mit Speicher und intelligenter Steuerung entfaltet ein dynamischer Tarif sein volles Potenzial. Verbrauch kann gezielt in günstige Zeitfenster verschoben, Speicher strategisch geladen und Stromkosten aktiv gesenkt werden.
Das erfordert Vertrauen in Automatisierung – bietet im Gegenzug aber genau die Flexibilität, die der heutige Energiemarkt verlangt.
Fazit: Zendure denkt Energie erstmals ganzheitlich
Zendure entwickelt sich 2026 sichtbar vom Hardware-Anbieter zum Systemanbieter. Die neue SolarFlow-Serie ist keine Revolution auf dem Papier, sondern eine durchdachte Weiterentwicklung mit Fokus auf Skalierung, Automatisierung und Alltagstauglichkeit.
Nicht jeder Haushalt benötigt sofort das volle Ökosystem. Die Stärke liegt darin, klein starten zu können und das System Schritt für Schritt auszubauen. Für alle, die ihren Eigenverbrauch erhöhen, Stromkosten aktiv steuern und ihre Energieversorgung zukunftssicher aufstellen möchten, gehört Zendure aktuell zu den spannendsten Anbietern am Markt.