Während auf der CES traditionell neue Fernseher, Chips und Gerätegenerationen im Rampenlicht stehen, passiert die eigentliche Zukunft oft ein paar Hallen weiter. Genau dort, wo Ideen noch roh sind, Produkte noch nicht perfekt und Visionen größer als Marktanteile. Mit C-Lab bringt Samsung auf der CES 2026 genau diesen Spirit auf die Bühne.
15 Startups, 17 Innovation Awards und zwei Auszeichnungen als „Best of Innovation“ – das ist kein Nebenprojekt, sondern ein klares Signal. Samsung denkt Innovation nicht nur intern, sondern als offenes Ökosystem.
Inhaltsverzeichnis
C-Lab: Vom Konzernprogramm zur globalen Startup-Plattform
C-Lab ist kein klassischer Accelerator. Seit 2012 unterstützt Samsung gezielt interne Teams und externe Gruenderinnen und Gruender dabei, Ideen marktreif zu machen. Insgesamt wurden bereits 959 Projekte und Startups begleitet. Das Ziel ist dabei nie kurzfristiger Hype, sondern nachhaltige Skalierbarkeit.
Auf der CES 2026 wird C-Lab mit einem eigenen Bereich im Eureka Park vertreten sein. Dort, wo sich die globale Startup-Szene trifft, um Investoren, Partner und erste Kunden zu gewinnen. Samsung nutzt diese Plattform bewusst, um Innovationen zu testen, Feedback einzuholen und internationale Expansion vorzubereiten.
AI, Robotik und Digital Health im Fokus
Das diesjaehrige Line-up zeigt sehr deutlich, wo Samsung die groessten Hebel fuer die Zukunft sieht. Kuenstliche Intelligenz zieht sich durch nahezu alle Projekte. Von mentaler Gesundheit ueber digitale Duftsysteme bis hin zu Diagnostik fuer Haustiere.
Besonders spannend ist die Bandbreite. Einige Startups arbeiten an hochspezialisierten On-Device-AI-Loesungen, andere an kreativen Anwendungen wie automatisierter Videoproduktion oder mehrsprachigem Dubbing. Genau diese Vielfalt macht C-Lab so relevant. Innovation entsteht nicht linear, sondern an Schnittstellen.
Regionale Startups als strategischer Faktor
Ein oft unterschaetzter Aspekt ist die starke regionale Komponente. Samsung foerdert gezielt Startups ausserhalb der klassischen Tech-Metropolen. Auf der CES 2026 sind sieben Unternehmen aus Daegu, Gwangju und Gyeongbuk vertreten. Die bisher groesste regionale Beteiligung in der Geschichte von C-Lab.
Das ist mehr als Standortpolitik. Es zeigt, dass technologische Exzellenz nicht an Grossstaedte gebunden ist. Gleichzeitig schafft Samsung so ein nachhaltiges Innovationsnetzwerk, das lokal verwurzelt und global anschlussfaehig ist.
Innovation Awards als Qualitaetsindikator
17 CES Innovation Awards sind kein Zufall. Sie bestaetigen, dass die vorgestellten Loesungen nicht nur experimentell, sondern marktrelevant sind. Besonders die zwei „Best of Innovation“-Auszeichnungen unterstreichen die Qualitaet der ehemaligen C-Lab-Inside-Projekte, die mittlerweile als eigenstaendige Startups agieren.
Fuer Samsung ist das ein doppelter Erfolg. Einerseits entsteht technologische Substanz, andererseits ein funktionierender Spin-off-Prozess, der Ideen aus dem Konzern heraus in den Markt bringt.
Warum C-Lab fuer die Branche wichtig ist
Aus PixelFlow-Sicht ist C-Lab eines der spannendsten Formate auf der CES. Hier geht es nicht um Produktzyklen, sondern um Problemloesungen. Nicht um Verkaufszahlen, sondern um Relevanz.
Samsung positioniert sich damit nicht nur als Hersteller, sondern als Plattform fuer Innovation. Fuer Startups bedeutet das Zugang zu Know-how, Infrastruktur und globalen Netzwerken. Fuer die Branche insgesamt entsteht ein realistischer Blick auf das, was in zwei, fuenf oder zehn Jahren wirklich zaehlt.
Einordnung
Die CES 2026 zeigt einmal mehr, dass Innovation nicht ausschliesslich aus grossen Entwicklungsabteilungen kommt. Sie entsteht dort, wo Freiraum, Foerderung und unternehmerisches Denken zusammenkommen. C-Lab ist genau dieser Ort.
Wer verstehen will, wohin sich AI, Robotik und Digital Health bewegen, sollte weniger auf Produktankuendigungen schauen und mehr auf die Startups im Hintergrund. Denn genau dort beginnt die Zukunft der Tech-Branche.