Über einen längeren Zeitraum haben wir den Echo Show vom Versandriese Amazon getestet. Preislich liegen wir bei diesem Modell bei 220,00€. Der Echo Show ist der teuerste Echo in der Produktreihe. Alles wissenswerte ist wie immer in diesem PixelCheck von uns zusammengetragen worden.

Mit dem Echo Show versucht der Versandriese Amazon das Alexa-Erlebnis optisch und haptisch zu erweitern. Dazu nutzt der Konzern ein 7 Zoll großes Touchdisplay, mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixel, das ist nicht besonders viel, aber dennoch ausreichend. Die recht „pixelige“ Darstellung auf dem Echo Show, insbesondere von Schriften, fällt auf Distanz weniger auf. Das matte Gehäuse des eckigen Echo Show besteht aus Plastik, wirkt trotz des Plastik´s dennoch sehr solide. Lediglich die Abdeckung der Stereo-Lautsprecher sieht mit ihrer Klavierlack-Optik etwas billig aus.

Auf der Front des Echo Shows befindet sich eine 5 Megapixel starke Kamera, die Bedienelemente für die Lautstärkesteuerung und für das Stummschalten des Echos, ebenso wie die Mikrofone befinden sich auf der Oberseite des Geräts. Auf der Rückseite des Gerätes findet man lediglich den Stromanschluss. Denn der Echo Show hat keinen Klinkenanschluss, möchte man einen externen Lautsprecher anschließen, funktioniert dies ausschließlich per Bluetooth.

Um den Echo Show richtig benutzen zu können, muss man die perfekte Position für das Gerät finden. Denn einen einstellbaren Winkel, etwa zum Filme gucken oder für Videotelefonie, gibt es leider nicht. Wer seinen Echo Show nicht ständig hin und her schieben bzw. tragen möchte, benötigt daher einen Platz welcher nicht zu hoch oder zu tief ist.

Was uns während des Tests aufgefallen ist, ist das der Echo Show auf Bewegungen reagiert. Das bedeute, das Display schaltet sich automatisch an, sobald eine Person im Raum erkannt wird. Wer Strom sparen möchte, sagt einfach “Alexa, Display aus” und das Display bleibt dunkel.

Das Videotelefonie-Feature funktioniert durchaus ordentlich. Allerdings gibt es viele Hürden, die man überwinden kann. Damit man per Alexa telefonieren kann, benötigen die Gesprächspartner entweder ein Alexa-Geräte oder zumindest eine eingerichtete Alexa-App auf dem Smartphone. Die Videotelefonie per Echo Show war zeitweise auch etwas unpraktisch, denn durch den starren Winkel muss man sich leider direkt vor dem Gerät positionieren, damit die eingebaute Kamera nicht einfach nur ein Bild von der Decke oder der Wand überträgt.

Ebenfalls kaum geeignet ist der Echo Show zum Abspielen von Videos, zum einen wegen der starren Position, zum anderen weil schlicht der passende Inhalt fehlt. Denn neben Amazons Streaming-Service gibt es kaum Content, der sich darauf abrufen lässt.

Der Perfekte Einsatzort für den Echo Show ist die Küche. Zusammen mit einem Skill wie “Chefkoch” lassen sich Rezepte anzeigen und nebenbei Musik hören oder auch mal ein Film oder eine Serie über Amazon streamen.

Der Stereo-Lautsprecher klingt im Vergleich zum Amazon Echo und Echo Plus weniger basslastig. Dafür kommen die Höhen etwas besser zur Geltung, so dass Stimmen auf dem Echo Show natürlicher klingen als bei den anderen Geräten der Echo Reihe. Dies wird besonders Podcasts und Hörbuch Liebhaber freuen. Als primäre Abspielstation eignet sich der Show zwar nicht, für die Hintergrundbeschallung reicht der Sound aber aus.

Fazit zum Echo Show
Die Alexa-Sprachsteuerung funktioniert auf dem Echo Show genauso, wie auf den anderen Amazon-Geräten. Das 7 Zoll große Display und der Lautsprecher gehören qualitativ zwar nicht zum Besten, sind aber durchaus ausreichend. Vielmehr stört, dass der Echo Show keinen echten Einsatzzweck hat. Denn es gibt kaum Skills, die das Display richtig nutzen.